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Travel Manager werden die starken Macher im Geschäftsreisemarkt

Die Geschäftsreisewelt wird sich in den kommenden Jahren grundlegend wandeln. Neue Anforderungen der Unternehmensspitzen, neue technische Möglichkeiten und bereits absehbare Marktentwicklungen verändern das Kräftespiel der Marktteilnehmer und machen ganz neue Prozesse erforderlich. Travel Manager stehen im Zentrum der Entwicklung – und können, wenn sie geschickt handeln, sich zum Mobilitäts- und Kommunikationsmanager sowie zum Lobbyisten wandeln und so zur zentralen Instanz des Geschäftsreisemarktes werden.

Das sind die zentralen Thesen des „VDR-TrendsPort 2010“, für den bereits zum dritten Mal 15 Geschäftsreise-Experten in einem Workshop des deutschen GeschäftsreiseVerbands VDR Vorstellungen von der Zukunft des Geschäftsreisesektors entwickelt haben. An drei Tagen erarbeiteten die Teilnehmer unter der Leitung der Szenario-Trainer Ludger Bals (IBC Innovative Business Concepts) und Nicole Habich-Pfeifer (a:head Servicepartner für Strategieforen) verschiedene Fallstudien

Ergebnis sind sechs Grundtendenzen:

Unternehmen werden die „Optimierung der Geschäftsreise“ zur obersten Maxime erheben. Daraus folgt, dass verstärkt und intensiv nach dem sichtbaren Resultat einer Geschäftsreise gefragt wird. Travel Manager haben diese Sichtweise in den Prozessen abzubilden und Instrumente anzubieten, mit denen die Frage nach dem Return on Invest zu beantworten ist.

Um den maximalen Return on Invest zu gewährleisten, gewinnen die individuellen Bedürfnisse der reisenden Mitarbeiter an Bedeutung. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Geschäfts- und Privatreise. Dennoch müssen alle Reiserichtlinien eingehalten werden. Entsprechende Prozesse und Instrumente sind noch zu entwickeln.

Digitale Kommunikation wird zum Markttreiber und verkürzt die Kommunikationswege zwischen Leistungsträgern und Reisenden. Travel Manager müssen auch die direkte Kommunikation managen.



Steigendes Umweltbewusstsein und mehr CO2-Verantwortung in den Unternehmen bedeuten eine Chance für neue Möglichkeiten. Die Substitution von physischen Reisen zum Beispiel durch Videokonferenzen sowie eine erhöhte Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und der Bahn als Transportmittel sind bereits spürbar.



Durch die Globalisierung entstehende Marktveränderungen, kombiniert mit der Wirtschaftskrise, lassen vermehrt Oligopole und kartellähnliche Strukturen entstehen. Im Gegenzug provoziert diese Tendenz mehr Kontrolle und Verwaltungsaufwand. Dieser Trend gibt dem Beruf des Travel Managers zusätzlichen lobbyistischen Charakter.

Travel Manager werden immer bessere Daten zur Verfügung haben, die stärker miteinander vernetzt sind. Es entstehen Märkte auf digitaler Grundlage, die Transparenz erzeugen. Technische Systeme, vor allem Metasearch-Suchmaschinen und „Best-Buy“-Modelle werden die Beziehungen zwischen Travel Management, Reisenden und Anbietern verändern. Bisher übliche Methoden, die aufwändig die Art und Weise der Zusammenarbeit regeln, werden stark zurück gehen.

Die überall verfügbaren Dienste und Informationen fördern einen ganzheitlichen Ansatz im Travel Management. Der klassische Travel Manager, der schon lange dabei ist, sich zum Mobilitätsmanager zu wandeln, wird zusätzlich zum Kommunikations-Spezialisten und zum Lobbyisten. Travel Manager, die geschickt handeln und frühzeitig reagieren, können sich als Dienstleister mit ganzheitlichem Support entlang der gesamten Prozesskette positionieren.

„Mögliche Konsequenzen sind eine drastische Verlagerung der bisherigen Zuständigkeiten – aber auch eine Stärkung des Travel Managements im Unternehmen und im Markt. Wache und handlungsbereite Travel Manager sind die starken Frauen und Männer im Geschäftsreisemarkt von morgen“, prognostiziert Dirk Gerdom, Präsident des Verbands Deutsches Reisemanagement e. V. (VDR).

Mit dem Zukunftsworkshop VDR-TrendsPort hat der VDR ein qualitatives Werkzeug geschaffen, das sich vorausschauend mit Entwicklungen in der Geschäftsreisewelt beschäftigt. Ziel ist es, die Branche für die sich ab-zeichnenden Entwicklungen zu sensibilisieren. So kann sie sich besser vorbereiten, mögliche Veränderungen beleuchten und negative Folgen abwenden. „Im sich schnell wandelnden und komplexen Geschäftsfeld der berufsbedingten Mobilität wirken viele unterschiedliche Bereiche aufeinander. Kaum eine andere Branche ist global stärker vernetzt und von Entwicklungen unmittelbarer betroffen. Umso bedeutender ist die Funktion des VDR als verlässlicher Ansprechpartner und ,Think Tank‘ für Zukunftsthemen“, so Gerdom, selbst Mitdenker in diesem „Think Tank“.

Auf der Herbsttagung für Geschäftsreisemanagement am 11. und 12. November 2010 in Leipzig wird der VDR die Ergebnisse des TrendsPort vorstellen.

www.vdr-service.de





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