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Sonderflugplan gegen ver.di-Streik

Die Lufthansa hat für die nächsten fünf
Tage einen Sonderflugplan für innerdeutsche und europäische
Verbindungen erstellt. Die größte deutsche Fluggesellschaft reagierte
damit auf den unbefristeten Streik ihres Boden- und Kabinenpersonals.
Wie die Lufthansa am Mittwochabend mitteilte, stelle der Plan sicher,
dass rund 90 Prozent aller Lufthansa-Kontinentalflüge stattfänden.
Ein Sonderflugplan für Interkontinentalflüge werde folgen.

Am Donnerstag werden nach Angaben der Airline wegen des Streiks
sieben Prozent aller geplanten Flüge gestrichen. Damit würden 136
Verbindungen ausfallen, sagte Lufthansa-Sprecher Peter
Schneckenleitner. Die Flüge sollten vorrangig auf vielbeflogenen
Strecken gestrichen werden, damit Passagiere auf einen Ersatzflug
nicht lange warten müssten. Es seien aber auch 18
Interkontinentalflüge betroffen.

Am Mittwoch, dem dritten Tag der Streiks, waren aufgrund des
Streiks rund vier Prozent aller geplanten Lufthansa-Flüge
ausgefallen. Insgesamt wurden 82 Flüge gestrichen, davon 70 auf
innerdeutschen und europäischen Strecken. Erstmals fielen auch
Interkontinentalflüge aus. Die Passagiere seien durchweg umgebucht
und an ihre Ziele gebracht worden, hieß es bei der Lufthansa.

Unterdessen droht die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit einer
Verschärfung ihres Streiks. «Wenn es nötig ist, eskalieren wir den
Arbeitskampf», sagte ver.di-Verhandlungsführer Erhard Ott in
Frankfurt am Main. In der laufenden Tarifauseinandersetzung sei ein
neues Arbeitgeberangebot jetzt «überfällig». Bei einem besseren
Angebot kehre ver.di sofort an den Verhandlungstisch zurück.

Die Gewerkschaft fordert von der Lufthansa eine Erhöhung der
Gehälter um 9,8 Prozent für ein Jahr für die rund 50 000
Beschäftigten. Der Lufthansa-Vorstand hat vor allem mit Verweis auf
die sich verschlechternden Rahmenbedingungen eine Erhöhung vom 1.
Juli 2008 um 4,6 Prozent und vom 1. Juli 2009 um weitere 2,1 Prozent
bei einer Laufzeit von 21 Monaten sowie eine Einmalzahlung geboten.

Der Tarifexperte Reinhard Bispinck von der gewerkschaftsnahen
Hans-Böckler-Stiftung rechnet schon bald mit einem höheren Angebot
des Konzerns. «Es ist keine erfolgversprechende Strategie, diesen
Arbeitskampf aussitzen zu wollen», sagte er der «Leipziger
Volkszeitung» (Donnerstagausgabe). Es werde daher ein deutlich
besseres Angebot geben. «Wenn der ökonomische Druck größer wird, kann
das relativ schnell gehen“, sagte er.

Wie die Lufthansa mitteilte, kann der Sonderflugplan auf der
Internetseite des Konzerns (lufthansa.com) abgerufen werden.
Passagiere, die von Flugstreichungen betroffen sind und ihren Flug
nicht im Sonderflugplan finden, könnten sich über den Status ihrer
Buchung unter checkmytrip.com aktuell informieren. Für weitere Fragen
stehe Kunden auch die Service-Hotline 0800-8506070 zur Verfügung
(kostenlos aus deutschen Fest- und Mobilfunknetzen).

ddp.djn/mwo/fgr





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