Start News Ein Flugzeug ist keine Telefonzelle

Ein Flugzeug ist keine Telefonzelle

69

Die Global Business Travel Association (GBTA) begrüßt die Einbringung des „Quiet Skies Act“ im US-Kongress. Der parteiübergreifende Gesetzentwurf verpflichtet das Verkehrsministerium (DOT), innerhalb von 180 Tagen eine bereits 2018 beschlossene Regel umzusetzen, die Sprachanrufe auf Linienflügen verbietet. Ausnahmen gelten für diensthabende Crewmitglieder und Bundesvollzugsbeamte.

Hintergrund ist der technologische Fortschritt: Neue Satellitensysteme wie Starlink haben frühere Bandbreitenbeschränkungen aufgehoben, wodurch Telefonate an Bord technisch problemlos möglich sind. Mehr als 36 große Fluggesellschaften haben entsprechende Konnektivität angekündigt oder eingeführt. British Airways erlaubte im April 2026 erstmals bei einer großen westlichen Airline Sprach- und Videoanrufe und weitete dies kurz darauf auf die gesamte Flotte aus, einschließlich Transatlantikflügen. Auch Qatar Airways und Emirates bieten bereits Anrufe an. Ohne regulatorisches Eingreifen steigt der Wettbewerbsdruck auf US-Airlines, diesem Beispiel zu folgen.

Die GBTA verweist darauf, dass Geschäftsreisende eine ruhige Kabinenumgebung bevorzugen, um arbeiten, sich erholen oder konzentrieren zu können. CEO Suzanne Neufang betont, die Kabine solle kein Ort für zahlreiche parallele Telefongespräche werden. Der Verband hatte das Thema zuletzt beim U.S. Legislative Summit direkt gegenüber politischen Entscheidungsträgern adressiert und an der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs mitgewirkt. Ziel ist es, eine klare bundesweite Regelung zu schaffen, bevor sich Telefonate an Bord flächendeckend etablieren.
Quelle: Global Business Travel Association / Bild: Pixabay

Anzeige: Rollierwerkzeuge und Glattwalzwerkzeuge vom Fachmann