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Fluggesellschaft wehrt sich gegen tendenziöse Berichterstattung

Als „einen Skandal, der nicht ohne rechtliche
Folgen bleiben wird“ bezeichnete Air-Berlin-Geschäftsführer Joachim
Hunold einen Bericht des Fernsehmagazins „Monitor“, der
Donnerstagabend von der ARD gesendet worden war. Vertreter der
Pilotenvereinigung „Cockpit“ und der Gewerkschaft „verdi“ hatten
dabei den Eindruck zu erwecken versucht, dass Air-Berlin-Flüge
unsicher seien, weil das fliegende Personal des Unternehmens nicht in
den beiden Gewerkschaften organisiert ist. Die
Gewerkschaftsfunktionäre hatten unter anderem behauptet, dass Piloten
bei Air Berlin bis zur Übermüdung und Flugbegleiter auch bei
Krankheit fliegen müssten. Wer sich krank meldete, müsse auf eine
Prämienzahlung verzichten.

Dazu erklärte Joachim Hunold am Freitag: „Alle diese Vorwürfe sind
unwahr. Monitor hat sich vor den Karren der Pilotenvereinigung
Cockpit spannen lassen. Bei den Funktionären dieser Organisation
handelt es sich um Lufthansa-Piloten, deren Ziel es ist, Air Berlin
aus dem Markt zu drängen. Seit Air Berlin zur zweitgrößten deutschen
Fluggesellschaft und zu einem ernsthaften Mitbewerber von Lufthansa
geworden ist, fürchten die Cockpit-Funktionäre um ihre Pfründe,
nämlich wenig Arbeit für viel Geld. Deshalb versuchen sie mit allen
Mitteln, Air Berlin zu schaden. Dabei spielen sie auf
unverantwortliche Weise mit der Angst der Fluggäste vor Unfällen. Sie
tun das, obwohl es in der 25-jährigen Geschichte von Air Berlin noch
nicht einen einzigen Vorfall gegeben hat, der ihre Behauptungen
stützen würde. Air Berlin fliegt bislang unfallfrei und ohne
Beanstandungen durch das Luftfahrt-Bundesamt, dessen strenge
Vorschriften hinsichtlich der Ruhezeiten für Piloten von uns stets
eingehalten wurden. Und dass wir Flugbegleiter zwingen würden, auch
mit einer Erkältungskrankheit zum Dienst zu kommen, ist schon deshalb
unsinnig, weil wir kein Interesse daran haben können, dass sich ihr
Krankheitsverlauf verschlimmert. Air Berlin belegt seit Jahren bei
unabhängigen Gästebefragungen erste Plätze. Mit Arbeitssklaven würde
uns das wohl kaum gelingen.“

In der Sendung war auch anonym ein ehemaliger Air-Berlin-Pilot
aufgetreten, der behauptete, er sei von der Firma gemobbt worden,
weil er die Gründung eines Betriebsrates angeregt habe. Hunold: „Wir
müssen schon deshalb keinen Druck auf organisationswillige Piloten
ausüben, weil fliegendes Personal nach den gesetzlichen Bestimmungen
eine Mitarbeiter-Vertretung nur mit Zustimmung der Geschäftsführung
einrichten kann. Dass wir diese Zustimmung nicht geben, ist jedem
Mitarbeiter bereits vor der Einstellung bekannt. Die neuerliche
Kampagne von Cockpit bestärkt uns darin, die Mitbestimmung
abzulehnen. Weil wir noch mit jedem einzelnen Mitarbeiter reden,
brauchen wir in unserem Unternehmen auch keine
Gewerkschaftsfunktionäre als Moderatoren. Bei dem in der Sendung
vorgeführten Piloten handelt es sich offensichtlich um einen früheren
Flugkapitän, der zweimal bei einer Routineüberprüfung im Simulator
durchgefallen war und deshalb zum Copiloten zurückgestuft werden
sollte. Danach behauptete er, dies sei wegen seines
gewerkschaftlichen Engagements geschehen. Andere Piloten bestanden
den gleichen Test ohne Beanstandungen. Gerade dieser Vorgang beweist,
wie ernst wir das Thema Sicherheit nehmen.“

Hunold kündigte an, den für die Monitor-Sendung verantwortlichen
Westdeutschen Rundfunk auch auf Schadensersatz zu verklagen, wenn der
tendenziöse Beitrag einen Buchungsrückgang zur Folge haben sollte.
„Ich empfinde es als skandalös, dass ein öffentlich-rechtlicher
Sender auf unsere Kosten seine Einschaltquote zu verbessern sucht“,
sagte der Air-Berlin-Geschäftsführer.

Air Berlin





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