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„Global Business Travel Survey“ von SAP Concur veröffentlicht

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Die achte „SAP Concur Global Business Travel Survey“ zeigt Geschäftsreisen als wachsendes Spannungsfeld zwischen Nutzen und Unsicherheit. Zwar berichten 93 Prozent der Befragten von positiven Effekten auf ihr psychisches oder körperliches Wohlbefinden, gleichzeitig zögern 67 Prozent, 2026 dienstlich zu reisen. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken (31 %), Angst vor Reiseunterbrechungen (28 %) sowie Unsicherheiten bei Einreise- und Identitätsanforderungen (16 %).

Der wahrgenommene Nutzen bleibt dennoch hoch: 45 Prozent schätzen die Abwechslung vom Arbeitsalltag, 44 Prozent sehen Reisen als mentale Erholung, und 36 Prozent heben den persönlichen Austausch hervor. Besonders Eltern profitieren, etwa durch Auszeiten von familiären Verpflichtungen sowie bessere Möglichkeiten für Erholung und Bewegung. Geschäftsreisen werden damit zunehmend als Beitrag zu Wohlbefinden und zwischenmenschlicher Interaktion verstanden.

Parallel nehmen strukturelle Belastungen zu. Overtourism wirkt sich bei 24 Prozent negativ aus; 87 Prozent meiden bewusst stark frequentierte Ziele. Genannt werden steigende Kosten (43 %), Transportprobleme (38 %) und eingeschränkte Verfügbarkeiten (33 %). Zudem fühlen sich viele in überfüllten Umgebungen unwohl oder sehen erhöhte Sicherheitsrisiken.

Die Erwartungen an Arbeitgeber steigen deutlich. 27 Prozent sehen Unternehmen in der Hauptverantwortung für die Sicherheit auf Reisen (2020: 18 %), während das Vertrauen in Notfallvorsorge begrenzt ist: Nur 58 Prozent trauen ihrem Arbeitgeber eine erfolgreiche Evakuierung zu. Gleichzeitig bewerten 86 Prozent der Travel Manager die Sicherheitsmaßnahmen als unzureichend. Als größte Risiken gelten Datenlecks im Ausland (44 %), noch vor geopolitischen Konflikten.

Technologische Lösungen wie Standort-Tracking stoßen auf grundsätzliche Akzeptanz (79 %), jedoch nur unter Vorbehalt: 29 Prozent sehen darin ein potenzielles Risiko für das Vertrauen in die Unternehmensführung. Es entsteht ein Balanceakt zwischen Sicherheitsbedürfnis und Datenschutz.

Unternehmen erhöhen derweil ihre Budgets: 82 Prozent der CFOs planen steigende Ausgaben, 97 Prozent sehen Geschäftsreisen als strategisch relevant. Gleichzeitig fordern 89 Prozent eine stärkere Begründung des Nutzens. Travel Manager berichten jedoch von fehlenden Ressourcen: Gefordert werden bessere Daten (44 %), KI-Kompetenzen (43 %), stärkere interne Unterstützung (42 %) und moderne Tools (40 %).

Insgesamt verdeutlicht die Studie wachsende Diskrepanzen zwischen Investitionen, Erwartungen und tatsächlichen Reiseerfahrungen. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, Sicherheit, Transparenz, Technologie und Unterstützung so auszubalancieren, dass Vertrauen entsteht und Geschäftsreisen ihren strategischen Mehrwert behalten.
Hier geht es zur Studie.
Bild: Pixabay

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