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Global Passport Index 2026 sieht europäische Pässe weit vorn

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Der Global Passport Index 2026 von Global Citizen Solutions bestätigt die anhaltende Dominanz Europas in der globalen Mobilität. Bewertet werden 199 Länder anhand von visafreiem Zugang, Investitionsattraktivität und Lebensqualität. Neun der zehn stärksten Reisepässe stammen aus Europa; lediglich Singapur durchbricht diese Gruppe. Angeführt wird das Ranking erneut von Schweden, gefolgt von der Schweiz und Finnland.

Ein zentraler Faktor für Europas Spitzenposition ist die Ausweitung des Schengen-Raums auf 29 Staaten, die umfassende visafreie Reisemöglichkeiten innerhalb eines multilateralen Systems ermöglicht. Trotz nur mittelmäßiger Einzelbewertung beim Mobilitätszugang profitiert Schweden von sehr guten Werten bei Lebensqualität und Investitionsbedingungen. Finnland führt die Kategorie Lebensqualität an, während Deutschland 2026 auf Rang vier liegt. Ein stabiler nordisch-germanischer Cluster prägt die Spitzengruppe.

Das Vereinigte Königreich bleibt auf Platz acht, zeigt jedoch schwächere Mobilitätswerte infolge der Brexit-bedingten Veränderungen. Die USA verzeichnen den deutlichsten Rückgang unter den G7-Staaten: von Platz eins (2021) auf Platz zwölf (2026). Ursache ist vor allem der starke Abfall im Mobilitätsranking, unter anderem durch neue Visabeschränkungen wie in Brasilien.

Insgesamt zeigt sich Europa stabil, da multilaterale Strukturen weniger anfällig für bilaterale politische Änderungen sind. Gleichzeitig wächst die globale Ungleichheit: Spitzenpässe erreichen rund 96 von 100 Punkten, schwache nur etwa 23. Damit verstärkt sich die Zweiteilung zwischen Ländern mit nahezu uneingeschränkter Reisefreiheit und solchen mit erheblichen Mobilitätshürden.
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Bild: Pixabay

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