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VMF gibt Tipps für Flottenmanager und Dienstwagennutzer

Weniger als zwei Monate bleiben noch, bis alle Neufahrzeuge der Klasse M1 (Pkw mit max. 9 Sitzen inkl. Fahrersitz) nach EU Verordnung 661/2009 mit dem sogenannten Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein müssen (1.11.2014). Dabei kommen einige Neuerungen auch auf Fuhrparkmanager zu, die es besonders bei direkt messenden RDKS zu beachten gilt.

„Wir haben daher die wichtigsten Themen zusammengestellt“, sagt Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des Verbands herstellerunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften VMF und Geschäftsführer der Deutschen Leasing Fleet GmbH.

So muss zu allererst geprüft werden, ob die Carpolicy wegen der neuen Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Grund: insbesondere Fahrzeuge, bei deren Rädern direkt messende RDKS verbaut wurden, sind in der Anschaffung wie auch beim saisonalen Rad- oder Ersatzrad-Wechsel teurer. „Hier muss jedes Unternehmen entscheiden, ggf. die Referenzraten in den Carpolicies anzuheben“, sagt Velte. Desweiteren ist es wichtig gerade in der Übergangszeit die Angebote externer Flottendienstleister noch genauer beim Thema Reifen zu vergleichen: Bis RDKS flächendeckend eingeführt ist, werden wahrscheinlich auf Ausschreibungen Angebote mit und ohne zusätzliche Kosten abgegeben werden. Das kann auf den ersten Blick zu hohen Differenzen in den monatlichen Reifen-Serviceraten führen. In Angeboten, die das vernachlässigen werden sie allerdings nicht transparent. Fakt ist, dass man i an den höheren Kosten nicht vorbei kommen wird. Deswegen sollte das ab sofort auch eingeplant werden.

Rechtzeitige Radwechselplanung in der ersten Wintersaison
Durch die Neuerung kann es möglicherweise zu Engpässen im Reifenhandel kommen – sowohl bei der Beschaffung als auch im Service selbst. Der Reifenhandel, besonders auch die Partner der VMF-Mitgliedsgesellschaften bestätigen gut vorbereitet zu sein, dennoch sind Ausnahmen möglich. Fuhrparkmanager und die Dienstwagennutzer sollten den anstehenden Reifenwechsel daher frühzeitig – schon ab Mitte September – terminieren, so dass der eigentliche Wechsel ab Ende Oktober stattfinden kann. Bei der Terminvereinbarung werden vom Reifenpartner zusätzliche Informationen aus dem Fahrzeugschein benötigt.

Es wird länger dauern
Ein weiterer Wermutstropfen ist, dass der Fahrzeugnutzer beim Radwechseltermin ebenfalls mehr Zeit einplanen muss. „Das kann bei direkten Systemen bis zu 40 Minuten länger dauern als bisher“, so Velte. Dazu kommen möglicher Weise Kalibrierungsfahrten, wenn das direkt messende RDKS so auf die Radposition und das Fahrzeug angepasst bzw. angelernt werden muss. Dabei handelt es sich in der Regel um einfache Vorgänge, die aber unter bestimmten Geschwindigkeitsbedingungen stattfinden müssen. Velte: „Der Dienstwagennutzer soll hier aktiv den Reifenhändler auf Besonderheiten ansprechen bzw. nähere Informationen aus dem Bordbuch des Fahrzeugs entnehmen.“ Auf Wunsch kann diese Dienstleistung auch von den meisten Reifenpartnern kostenpflichtig übernommen werden.

Fazit
„Investitionen in die Sicherheit sind prinzipiell zu begrüßen“, erklärt Velte. Allerdings birgt der mit der RDKS-Einführung verbundene Sicherheitsgewinn auch noch Unbekannte und Lernerfahrungen für alle Beteiligten. Vor allem in der Übergangszeit und dann in der ersten Winterradsaison. „Wir gehen davon aus, dass sich die Automobil- und Reifenindustrie zeitnah auf ein einheitliches und für alle einfach handhabbares System einigt“, ist Velte zuversichtlich. Bis dahin führt die Vielfalt der Systeme – vor allem die komplizierten, noch nicht eingespielten Prozesse – zu teilweise erheblichen Mehrkosten.





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