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Studie analysiert Ansprüche und Bedürfnisse von Geschäftsreisenden in Europa

Geschäftsreisende haben es wirklich nicht leicht.
Insbesondere die Deutschen empfinden den Business-Trip oft als belastende Trennung
von Familie und Freunden. 70 Prozent nennen dies den größten Nachteil von
Dienstreisen. Zu diesem Ergebnis kommt die American Express-Studie ‚Loves and Hates’
nach einer Befragung von 500 europäischen Geschäftsreisenden. Andere begrüßen die
Dienstreise als willkommene Gelegenheit zur beruflichen wie persönlichen Weiterbildung:
Die Chance, fremde Kulturen kennen zu lernen, hat für den Geschäftsreisenden des 21.
Jahrhunderts einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig gewinnen ökologische
Gesichtspunkte an Bedeutung: 29 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, dass
sich ihr Unternehmen heute mit umweltfreundlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Travel
Management auseinandersetzt. Die wichtigsten Kriterien jedoch, dies zeigt die Studie
sehr deutlich, sind nicht die Kosten einer Dienstreise. Die wichtigsten Kriterien sind
Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der Reisebuchung.


‚Wissensdurst’ ist einer der Schlüsselbegriffe, wenn es darum geht, den modernen
Geschäftsreisenden zu beschreiben: Bereits bei der Buchung möchten 82 Prozent der Europäer
gut über ihre Destination informiert sein. Für sie macht Reisen den Beruf nicht nur interessanter,
wie zum Beispiel 81 Prozent der Deutschen angeben, sondern bietet ihnen zugleich die
Gelegenheit, andere Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Im europäischen Vergleich sind die Deutschen am zurückhaltendsten. Nur 63 Prozent schätzen den Aufbau neuer Kontakte.
Demgegenüber vermissen 70 Prozent der Deutschen während einer Geschäftsreise ihre Familie
und Freunde und liegen damit im Ländervergleich vorn. Von den Franzosen teilen dieses Leid
nur 57 Prozent.



Deutsche wollen „König Kunde“ sein

Obwohl die Bedeutung von sozialen und kulturellen Faktoren hoch ist, steht für
Geschäftsreisende größtmögliche Effizienz und Flexibilität im Fokus des Interesses. „In Zeiten
verstärkter Reisetätigkeit und hohen Leistungsdrucks ist es für Geschäftsreisende entscheidend,
dass sie jederzeit ihre Buchungen steuern und hier flexibel agieren können. Gerade bei Flügen
ist dies ein extrem wichtiger Faktor, um den Arbeitstag effizient zu gestalten“, beschreibt Marc
Hildebrand, Vice President und General Manager Business Travel für Zentraleuropa bei
American Express, die Bedürfnisse der Kunden in Bezug auf eine zeitgemäße Reiseplanung.
Kurzfristige Umbuchungsmöglichkeiten – per Telefon oder online – sind für mehr als 90 Prozent
der Befragten unverzichtbar.

Im Vergleich zu anderen Europäern legen die Deutschen besonders großen Wert auf perfekten
Service. Ganz oben auf der Prioritätenskala steht die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit des
jeweiligen Kundenservices (49 Prozent). Für die Franzosen ist dies dagegen weniger essenziell
(29 Prozent). Der hohe Dienstleistungsanspruch der Deutschen zeigt sich auch in anderen
Bereichen: 56 Prozent möchten ihre Flugzeiten unkompliziert variieren können (Franzosen: 47
Prozent). Auch auf den Online-Check-in wollen 52 Prozent der Deutschen nicht verzichten
(nordische Länder: 42 Prozent). Zudem ist für 24 Prozent von Bedeutung, auch während eines
Fluges in Kontakt mit ihrem Büro bleiben zu können. Hoch sind die die deutschen Erwartungen
an einen Hotelaufenthalt: 53 Prozent betrachten schlechten Service seitens des Hotelpersonals
als den gravierendsten Missstand. Bei den Briten lassen sich nur 41 Prozent von schwachem
Service stören.



Sicherheitsbedürfnis bei europäischen Geschäftsreisenden stark ausgeprägt

Die Studie bestätigt, dass die Themen Zuverlässigkeit und Sicherheit nach wie vor eine
elementare Rolle bei der Reiseplanung spielen. Länderübergreifend ist für 99 Prozent der
Befragten die Zuverlässigkeit der Anbieter das wichtigste Kriterium – dicht gefolgt von
Sicherheit bei der Buchung (96 Prozent). Kostenaspekte rangieren mit 84 Prozent deutlich hinter
diesen beiden Entscheidungskriterien. So unterschiedlich die individuellen Ansprüche und
Bedürfnisse ausfallen mögen: Der Wunsch nach Sicherheit hat sich in den vergangenen Jahren
verstärkt und steht bei allen Geschäftsreisenden auf der Prioritätenliste oben.



Neben Sicherheitsaspekten spielen ökologische Gesichtspunkte eine zunehmend bedeutendere
Rolle bei der Reiseplanung. „Wir sehen einen klaren Trend dahingehend, dass immer mehr
Firmen aktiv Klimaschutz und umweltrelevante Kriterien in ihr firmeneigenes Travelmanagement
integrieren“, erläutert Hildebrand. „Dabei handelt es sich vor allem um Unternehmen, die schon
heute in den Emissionshandel involviert sind. Aber auch viele börsennotierte Firmen erstellen
neben ihrem Financial Reporting bereits Umweltbilanzen.“

Als Vorreiter im Bereich Ökologie erweisen sich die Deutschen: 29 Prozent geben an, dass sich
ihr Unternehmen heute mit umweltfreundlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Travel
Management beschäftige. Damit sind die Deutschen – im europäischen Vergleich – diejenigen,
die ihrem Arbeitgeber hier am meisten Engagement zusprechen. Länderübergreifend betrachtet denkt jedoch mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Geschäftsreisenden, dass ökologischen
Fragen bei der Reiseplanung wenig bis gar keine Beachtung geschenkt wird.



Über die Studie

American Express befragte im Dezember 2006 insgesamt 500 Geschäftsreisende aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den nordischen Ländern online zu ihren Ansprüchen und Abneigungen in
Bezug auf den Verlauf von Geschäftsreisen (125 Interviews je Markt). Durchgeführt wurde die Studie von
Loudhouse Research.



American Express





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