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Sieht nach Luxus aus, ist aber unterm Strich günstiger

Ein schwarzer Kleinbus fährt aufs Rollfeld des Regionalflughafens in Süddeutschland. Vier Manager mit Aktenkoffern steigen aus und gehen ein paar Schritte zu einer wartenden Cessna Citation. Wenige Minuten später hebt der kleine Jet ab Richtung Paris und in gut zwei Stunden landet er an der Seine.



Für den Finanzvorstand des mittelständischen, aber international operierenden Unternehmens ist das Routine: „Es sieht nach Luxus aus, aber es ist hocheffizient“, sagt er und meint das Chartern der Citation für Geschäftsflüge mit mehreren Personen zu Orten, zwischen denen nur wenige oder gar keine Linienflugverbindungen bestehen. „Wir haben auch Werke an mehreren Standorten in Europa, die nicht immer günstig zu großen Flughäfen liegen. Da nehmen wir ebenfalls die Businessjets.“


Wären die Manager Linie geflogen, hätten sie nicht erst am Vormittag vom Büro losfahren können. Die nächsten internationalen Airports sind nämlich anderthalb bis zwei Autostunden weit weg. Der Regionalflughafen ist in 15 Minuten erreicht.


Ob an den kleinen Flughäfen Luftfahrtunternehmen ansässig sind, die Businessjets verchartern, ist dabei sogar zweitrangig. Falls nicht, helfen Charteranbieter wie Air Partner (http://www.airpartner.com), die international aufgestellt sind und Flugzeuge jeder Größe für Passagiere und/oder Fracht jederzeit auf einem Flughafen nach Wahl des Kunden bereitstellen und ihn damit zu seinem Wunschziel bringen.


Einzige Voraussetzung: Der Landeplatz muss für das nachgefragte Flugzeug geeignet sein. Der Broker sorgt dann nicht nur für den Transport, sondern auch für das notwendige Drumherum, zum Beispiel den Kleinbus oder die Limousine am Zielort, wenn nötig. Das geht je nach Wunsch sogar bis zur Innenausstattung des Jets mit der Corporate Identity des Mieters.



Soweit will es unser Finanzvorstand nicht treiben. Ihm kommt es auf Schnelligkeit und Effizienz an. „Wir rechnen natürlich nicht auf jedes Komma aus, ob der Charter kostengünstiger ist als Linienflüge.“ Aber überschlagen wird es schon. Und spätestens, wenn die Arbeitszeit der Manager mit in die Kalkulation einfließt, fällt die Wahl auf das Geschäftsflugzeug. „Es geht schon damit los, dass Sie auch bei großen Flughäfen am General-Aviation-Terminal ein- und auschecken und nicht mit allen Linien- oder Charterfluggästen in der Schlange stehen müssen“, lobt der Vorstand. Die Geschäftsreisenden müssen nicht einmal eine halbe oder gar eine ganze Stunde vor Abflug eintreffen. Sicherheitschecks gehen schneller, bei internationalen Flügen sind Zoll- und Passkontrollen weniger bürokratisch. Auch wohlhabende Privatpersonen haben den Privatjet durchaus für kleinere Gruppen als echte Alternative zu den Umsteigeverbindungen erkannt.

Air Partner hat die Vorteile für die Strecke Köln – San Sebastian für sieben Personen ausgerechnet: 11.100 Euro und drei Stunden Flug im angemieteten Jet, rund 14.000 Euro und acht Stunden mit zweimaligem Umsteigen für Business Class-Tickets.

„Die Zeit, die der Manager sonst beim Einchecken und in der Wartereihe am Gate verbringen würde, geht als Arbeitszeit am Schreibtisch verloren. Von den Stunden auf der Straße ganz zu schweigen“, sagt er. Selbst wenn die Kosten gleich hoch wären, schlüge noch zu Buche, dass zeitbedingt weniger Arbeit am Schreibtisch liegen bleibt als bei Linienflügen, da an Bord in Ruhe weitergearbeitet werden kann Und der Flugplan ist stets genau auf die eigenen Bedürfnisse ausgerichtet. „Der Trip nach Paris ging am nächsten Tag weiter nach Lyon, dann nach Hannover und Leipzig, und am Abend sind wir wieder am Ausgangspunkt.“ Dort wartet dann wieder der Kleinbus.

(von Johannes Eifert)





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