
Italien und Spanien haben sich darauf verständigt, ihre vorübergehenden Grenzkontrollen im Schengen-Raum nicht weiter zu verlängern. Die am 22. Oktober 2026 bekannt gegebene Einigung beendet einen dreimonatigen Streit über Migration und Grenzsicherheit. Zugleich wollen beide Länder den Informationsaustausch zu Sicherheitsfragen verstärken.
Auslöser der Kontrollen war ein starker Anstieg der Migrantenzahlen in Ceuta, einer spanischen Exklave an der nordafrikanischen Küste. Italien hatte am 31. Juli seine Regelungen zum offenen Grenzverkehr mit Spanien vorübergehend ausgesetzt. Rom befürchtete, dass Migranten, die über Ceuta nach Europa gelangten, anschließend nach Italien weiterreisen könnten. Spanien reagierte mit ähnlichen Beschränkungen für Reisende aus Italien und kritisierte das Vorgehen als ungerecht und diskriminierend.
Am 22. Oktober vereinbarten die Innenminister Matteo Piantedosi und Fernando Grande-Marlaska in einem Telefongespräch, die bestehenden Aussetzungen der Schengen-Regelungen nicht weiter zu verlängern. Vorausgegangen waren Gespräche zwischen den Regierungschefs Giorgia Meloni und Pedro Sánchez am Rande einer Sitzung des Europäischen Rates.
Die Europäische Kommission hatte die zusätzlichen Kontrollen für Flug- und Seeverbindungen dokumentiert: Italien meldete Maßnahmen vom 16. bis 23. Oktober, Spanien vom 8. bis 22. Oktober 2026.
Für Geschäftsreisende bedeutet die Einigung eine Rückkehr zu den regulären Reisebedingungen zwischen beiden Ländern. Zusätzliche Kontrollen aufgrund der befristeten Maßnahmen sollen entfallen. Am grundsätzlichen Schengen-Regelwerk ändert sich nichts. Die verstärkte Sicherheitskooperation soll helfen, mögliche Risiken künftig durch einen besseren Informationsaustausch zu bewältigen.
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