
Spanien hat am 8. August 2026 vorübergehend wieder Grenzkontrollen für Passagiere aus Italien eingeführt. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 7. September 2026 und betrifft Flughäfen und Häfen mit direkten Verbindungen nach Italien. Anlass ist die Entscheidung Italiens, die am 1. August 2026 nach der Migrationskrise in Ceuta eingeführten Kontrollen für Einreisende aus Spanien beizubehalten.
Die Kontrollen erfolgen stichprobenartig und konzentrieren sich vor allem auf Drittstaatsangehörige. Geprüft werden Reisepass sowie gegebenenfalls Visum oder Aufenthaltstitel. EU-Bürger sollen grundsätzlich ausgenommen werden, um die Abfertigung zu beschleunigen; vereinzelt wurden jedoch auch bei ihnen Dokumente kontrolliert.
Begonnen wurde an den Flughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat. Anschließend kamen unter anderem Málaga, Sevilla, Bilbao, Alicante und Valencia hinzu. Auch die Balearen und Kanarischen Inseln sowie der direkte Seeverkehr sind einbezogen. Kontrolliert werden etwa fünf bis zehn Prozent der Passagiere. Spanien meldete zunächst keine nennenswerten Auswirkungen auf den Luft- und Seeverkehr.
Madrid begründet die Maßnahme mit möglichen Gefahren für die öffentliche Ordnung und innere Sicherheit durch Migrationsdruck und grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke. Nach dem Schengener Grenzkodex müssen die Kontrollen vorübergehend, verhältnismäßig und auf das notwendige Maß beschränkt sein.
Anzeige: Meetings, Incentives, Congresse und Events in Brüssel














