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Mitarbeiter liebäugeln mit chinesischen Automarken

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Chinesische Automarken sind in deutschen Firmenflotten angekommen – zumindest in den Köpfen der Verantwortlichen. Laut einer aktuellen Studie von Omniquest im Auftrag von MHC Mobility (Juli 2026, n=615) können sich 58 Prozent der Berufstätigen aus Unternehmen mit Firmenfahrzeugen chinesische Hersteller in den nächsten drei Jahren vorstellen. Unter Fuhrpark-Entscheidern liegt die Zustimmung sogar bei 79 Prozent, ein Viertel plant die Aufnahme bereits konkret.

Treiber: Preis, Technik, Elektro-Kompetenz
Als Hauptgründe nennen 29 Prozent Preis und Gesamtbetriebskosten, 27 Prozent Technologie und Ausstattung, 19 Prozent die Elektro-Kompetenz. Bei Entscheidern steht Technik mit 32 Prozent an erster Stelle. Der Statusgedanke verliert an Bedeutung: 65 Prozent reagieren neutral bis positiv auf einen Wechsel von Audi oder BMW zu BYD oder MG, nur 22 Prozent empfinden dies als Abstieg.

Hemmnisse: Service, Datenschutz, politische Unsicherheit
Gebremst wird der Wandel weniger vom Markenimage (nur 9 Prozent) als von operativen Fragen: Service- und Werkstattnetz (26 Prozent), politische Unsicherheit wie Zölle (22 Prozent) sowie Datenschutz und IT-Sicherheit (20 Prozent) führen die Vorbehalte an. Es folgen Ersatzteilversorgung (13 Prozent) und Restwertrisiko (10 Prozent).

Preis als Schlüssel
Für vier von fünf Befragten ist die Entscheidung eine Preisfrage. 32 Prozent würden bei einem Preisvorteil von 10 bis 20 Prozent wechseln, 26 Prozent fordern mehr als 20 Prozent. Lediglich 19 Prozent schließen einen Wechsel auch bei attraktivem Preis aus.

Marktwirklichkeit hinkt hinterher

Trotz der geäußerten Offenheit liegt der tatsächliche Marktanteil chinesischer Hersteller noch deutlich darunter: BYD erreichte im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland 1,8 Prozent, MG 1,1 Prozent; im Flottengeschäft waren es Anfang 2026 rund 1,4 Prozent.

Fazit
„Die kulturelle Barriere ist weitgehend gefallen, die operative jedoch noch nicht“, so MHC-CEO Rainer Thies. Unternehmen wollen neue Marken testen, ohne sich langfristig zu binden – vorausgesetzt, Werkstattabdeckung, Ersatzteile und Restwertrisiko sind im Servicepaket gelöst. Modelle mit planbaren Gesamtkosten und kurzen Laufzeiten könnten aus grundsätzlicher Offenheit tatsächliche Beschaffungsentscheidungen machen.
Quelle: MHC Mobility / Bild: Pixabay

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