
Im April 2026 stiegen die deutschen Ex- und Importe real, also mengenmäßig: Die Exporte legten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,8% zu, die Importe um 2,8%. Damit erhöhte sich das Außenhandelsvolumen auf beiden Seiten. Dieses misst die tatsächlichen Warenmengen und ist unabhängig von Preisentwicklungen. Nominal, also inklusive Preiseffekten, fielen die Zuwächse unterschiedlich aus: +3,7% bei den Exporten und +6,3% bei den Importen.
Langfristig zeigt sich seit 2019 eine gegenläufige Entwicklung von Mengen und Werten. Zwar erholte sich das Exportvolumen 2025 nach drei Rückgängen leicht (+1,3% gegenüber 2024), lag jedoch weiterhin 6,3% unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Ähnlich bei den Importen: 2025 stieg das Volumen um 1,6%, blieb aber 4,2% unter dem Niveau von 2019. Die tatsächlich gehandelten Warenmengen sind damit bis heute nicht vollständig auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt.
Demgegenüber haben sich die Durchschnittswerte der gehandelten Waren – als Indikator für Preisentwicklungen – deutlich erhöht. Besonders stark war der Anstieg 2022, als die Durchschnittswerte für Exporte um 17,3% und für Importe um 21,2% über dem Basisjahr 2021 lagen. Seitdem stabilisierten sie sich auf hohem Niveau: 2025 lagen sie noch immer rund 16% über 2021. Im Jahr 2019 hatten die Werte hingegen noch deutlich darunter gelegen.
In der Gesamtbetrachtung bedeutet dies: Trotz geringerer Mengen sind die nominalen Außenhandelswerte deutlich gestiegen. 2025 lagen die Exporte wertmäßig um 17,8% und die Importe um 23,3% über dem Niveau von 2019. Der Anstieg ist somit vor allem preisgetrieben, während das reale Handelsvolumen weiterhin unter dem Vorkrisenstand bleibt.
Quelle: Statistisches Bundesamt / Bild: Pixabay
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