
Tanken an Autobahntankstellen bleibt deutlich teurer als abseits der Fernstraßen. Das zeigt eine aktuelle ADAC-Vollerhebung aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland, darunter rund 360 Autobahntankstellen. Grundlage sind Preisdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe vom 6. bis 19. April 2026. In diesem Zeitraum – noch ohne Tankrabatt und geprägt von Preisturbulenzen infolge des Irankriegs – lag der Durchschnittspreis für Super E10 an Autobahnen bei 2,43 Euro je Liter, gegenüber 2,10 Euro an Straßentankstellen. Diesel kostete 2,61 Euro auf der Autobahn und 2,28 Euro abseits davon. Die Differenz betrug damit jeweils rund 33 Cent je Liter. Da hat sich zu 2024 wenig geändert, wie die Auswertung aus 2024 zeigt.
Innerhalb der Autobahntankstellen zeigten sich erhebliche Preisunterschiede: Bei Super E10 reichte die Spanne von 2,06 bis 2,54 Euro je Liter, bei Diesel von 2,25 bis 2,75 Euro. Auch regional variieren die Preise. In Ostdeutschland und im Saarland waren Autobahntankstellen tendenziell günstiger, während Sachsen zu den teureren Bundesländern zählte. Abseits der Autobahnen waren die Preise im Südwesten am niedrigsten und im Osten am höchsten.
Besonders groß ist das Sparpotenzial beim Verlassen der Autobahn in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen: Hier sind Einsparungen von bis zu 43 Cent je Liter möglich. Am geringsten fällt die Differenz in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aus, liegt aber immer noch bei rund 17 Cent. Hauptgrund für die höheren Preise an Autobahnen ist laut ADAC die Zahlungsbereitschaft der Autofahrer sowie geringerer Wettbewerb, während bei Straßentankstellen Konkurrenz und Ausweichmöglichkeiten preisdämpfend wirken.
Eine begleitende Umfrage zeigt, dass 63 Prozent der Autofahrer zum günstigeren Tanken abfahren würden, 42 Prozent bereits bei 10 Cent Ersparnis. Gleichzeitig akzeptiert etwa ein Drittel weiterhin die höheren Preise auf der Autobahn.
Quelle: ADAC / Bild: Pixabay
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