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Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China

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Eine Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel im September 2025 zeigt, dass der deutsche Mittelstand zunehmend um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit besorgt ist.
Über 40 % der international aktiven Mittelständler erwarten in den nächsten drei Jahren eine Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition, nur 23 % sind optimistisch. Besonders pessimistisch sind Unternehmen mit Konkurrenz aus China oder hohem Energieverbrauch, während innovative Firmen mit kontinuierlicher Forschung und Entwicklung deutlich zuversichtlicher in die Zukunft blicken.

Rund 19 % der Mittelständler spüren steigenden Druck durch chinesische Anbieter, vor allem im Verarbeitenden Gewerbe (28 % wegen Qualität, 34 % wegen niedriger Preise). Auch Handel und Großhandel sehen wachsende Konkurrenz. Gleichzeitig profitieren 19 % der Unternehmen von chinesischen Importen, etwa zur Kostensenkung.

Als zentrale Risiken für ihre Wettbewerbsfähigkeit nennen die Betriebe:
– Bürokratie (65 %), deutlich mehr als 2023 (48 %)
– Hohe Steuern und Abgaben (60 %), zuvor 34 %
– Hohe Energiekosten (41 %), zuvor 21 %
– Rohstoffknappheit (38 %) im verarbeitenden Gewerbe

KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher fordert europäische handels- und industriepolitische Maßnahmen gegen Wettbewerbsnachteile sowie eine Stärkung der heimischen Wettbewerbsfähigkeit durch Bürokratieabbau, niedrigere Energiepreise, ein besseres Steuersystem und mehr Förderung von Forschung und Innovation.
Fokus Volkswirtschaft der KfW
Bild: Pixabay

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