
Geschäftsreisende sollten bei Reisen in die EU künftig deutlich mehr Zeit für die Grenzkontrolle einkalkulieren. Seit 7. September 2026 dürfen die nationalen Grenzbehörden die biometrischen EES-Kontrollen nicht mehr vorübergehend aussetzen, wenn Warteschlangen zu lang werden. Damit steigt insbesondere an stark frequentierten Flughäfen das Risiko, dass knappe Umsteigezeiten nicht ausreichen und Anschlussflüge verpasst werden.
Zwar haben sich die Wartezeiten im August 2026 durch zusätzliches Personal verbessert. Nach Angaben des Airports Council International Europe liegen sie jedoch weiterhin deutlich über dem Niveau vor Einführung des EES. Die IATA beziffert die Dauer der biometrischen Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsdaten auf rund 90 Sekunden pro Passagier – gegenüber etwa 25 Sekunden beim früheren manuellen Verfahren.
Für Geschäftsreisende besonders relevant: Die Verzögerungen entstehen an staatlichen Grenzkontrollen und liegen nicht in der Verantwortung von Airline oder Flughafen. Wer deshalb einen Flug verpasst, trägt mögliche Kosten für Umbuchungen, neue Tickets oder zusätzliche Übernachtungen selbst. Die Business Travel Association fordert daher weiterhin flexible Ausnahmen, bis das EES zuverlässig und schnell funktioniert.
Bild: Pixabay
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