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Coface: Zahlungsverzögerungen erreichen Höchststand

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Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen verschlechtert sich trotz erster Konjunkturerholung weiter. Laut der aktuellen Zahlungserfahrungsstudie des Kreditversicherers Coface waren 2026 bereits 82 Prozent der befragten Unternehmen von Zahlungsverzögerungen betroffen – der höchste Wert seit 2019. Seit 2021 ist der Anteil damit zum fünften Mal in Folge gestiegen. Besonders häufig meldeten Maschinenbau (92 Prozent), Pharma und Chemie (90 Prozent) sowie Automobilindustrie (89 Prozent) verspätete Zahlungen. Die durchschnittliche Verzögerungsdauer sank dagegen leicht von 31,8 auf 30,2 Tage.

Besonders kritisch sind langfristig überfällige Forderungen. Bei 15 Prozent der Unternehmen machten Außenstände von sechs Monaten bis zwei Jahren mindestens zwei Prozent des Jahresumsatzes aus – nach zwölf Prozent im Vorjahr. Im Maschinenbau stieg dieser Anteil sogar von 15 auf 31 Prozent. Coface warnt vor zunehmenden Liquiditätsrisiken und Dominoeffekten entlang der Lieferketten: Ein Drittel der Unternehmen führt Zahlungsverzögerungen darauf zurück, dass Kunden selbst auf offene Forderungen warten.

Trotz der Risiken gewähren 81 Prozent weiterhin Zahlungsziele. Gleichzeitig verkürzten sich die durchschnittlichen Fristen von 32,5 auf 30,6 Tage – der niedrigste Wert seit 2017. Unternehmen achten damit stärker auf ihre Liquidität. Zugleich gewinnt die Absicherung von Forderungen an Bedeutung: 21 Prozent bieten Zahlungsziele an, weil das Ausfallrisiko durch eine Warenkreditversicherung abgesichert ist.

Für die Studie wurden im Juli und August 2026 insgesamt 503 Unternehmen aus mehr als zwölf Branchen befragt.
Quelle: Coface / Bild: Pixabay

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