Start News AUMA warnt vor Kürzungen bei Auslandsmesseförderung

AUMA warnt vor Kürzungen bei Auslandsmesseförderung

70

Der Entwurf des Bundeshaushalts 2027 sieht vor, die Förderung deutscher Unternehmen auf Auslandsmessen um 2,6 Millionen auf 41,4 Millionen Euro zu senken. Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA fordert gemeinsam mit weiteren Exportbranchen, die Kürzungen zurückzunehmen und das Auslandsmesseprogramm (AMP) auf 49 Millionen Euro aufzustocken.

Die Folgen: Statt 237 Gemeinschaftsständen wie 2026 wären 2027 nur noch 217 German Pavilions möglich. Damit entfielen rund 13.500 Geschäftschancen. Besonders betroffen wären mittelständische Unternehmen, die 85 Prozent der Förderempfänger stellen und über Gemeinschaftsstände internationale Kunden und Vertriebspartner gewinnen.

In Süd-, Ost- und Zentralasien soll die Zahl der geförderten Messeauftritte von 95 auf 78 sinken. Auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordamerika sind Rückgänge geplant. Gleichzeitig sind die Kosten für Auslandsmessebeteiligungen in den vergangenen Jahren um bis zu 40 Prozent gestiegen. Die Förderung wurde seit 2017 nicht entsprechend angepasst.

Laut einer BAFA-Evaluierung erzeugt jeder in das Programm investierte Euro rund 216 Euro Wertschöpfung in Deutschland. Nach Angaben des Bundes können 84 Prozent der teilnehmenden Unternehmen ihre Exporte durch Messebeteiligungen sichern oder ausbauen. Der AUMA warnt daher vor negativen Folgen für die Exportwirtschaft.
Quelle: Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.

Anzeige: Rollierwerkzeuge und Glattwalzwerkzeuge vom Fachmann