
Der Flughafen Wien hat ab Juli 2026 die 100-ml-Beschränkung für Flüssigkeiten im Handgepäck aufgehoben und erlaubt nun Behälter bis zu zwei Litern. Zudem müssen Flüssigkeiten und elektronische Geräte bei der Sicherheitskontrolle nicht mehr separat vorgezeigt werden. Möglich wird dies durch den flächendeckenden Einsatz moderner CT-Scanner mit verbesserter Detektionstechnologie.
Europaweit erfolgt die Umstellung jedoch uneinheitlich. Hintergrund sind frühere Bedenken der EU-Kommission hinsichtlich der Zuverlässigkeit einzelner Scanner bei der Erkennung von Sprengstoffen in größeren Flüssigkeitsmengen. Nach zusätzlichen Tests und Zertifizierungen durch die ECAC wird die Lockerung nun schrittweise wieder zugelassen – vorausgesetzt, Flughäfen verfügen über vollständig zertifizierte CT-Technik.
Große Drehkreuze wie London Heathrow, Rom-Fiumicino, Mailand (Malpensa, Linate) und Zürich haben die Umstellung bereits umgesetzt. Reisende müssen sich dennoch weiterhin auf unterschiedliche Regeln je nach Abflughafen einstellen.
Deutschland setzt weiterhin auf ein gemischtes System bei Flüssigkeitskontrollen: Neue CT-Technik kommt etwa im Frankfurter Terminal 3 zum Einsatz, während ältere Bereiche und Flughäfen wie München schrittweise nachrüsten, sodass die 100-ml-Regel teils bestehen bleibt. Auch Amsterdam empfiehlt sie weiterhin für Reisen außerhalb der EU, um Probleme bei der Rückkehr zu vermeiden. Brüssel modernisiert, rechnet jedoch erst nach 2028 mit vollständiger Umstellung. In Griechenland gilt die 100-ml-Regel unverändert.
Besonders problematisch sind Rück- und Umsteigeverbindungen: Flüssigkeiten, die an Abflughäfen ohne Beschränkung erlaubt sind, können bei der Rückreise an Flughäfen mit alten Regeln konfisziert werden. Daher sollten Reisende vorab stets die Sicherheitsbestimmungen sowohl am Abflug- als auch am Rückflughafen prüfen.
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