
Die linksrheinische Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord muss abgerissen und neu errichtet werden. Nach aktueller gutachterlicher Bewertung sind die Schäden an dem Bauwerk so erheblich, dass eine Nutzung für den Verkehr nicht mehr möglich ist. Die bestehende Sperrung für die Straßen unterhalb der Brücke bleibt daher weiterhin bestehen.
Die Autobahn GmbH des Bundes hat die Entscheidung im Lenkungskreis des Bundesverkehrsministeriums vorgestellt. Die bisherigen Einschätzungen zur Tragfähigkeit der Vorlandbrücke haben sich damit bestätigt.
Die Rheinbrücke Bonn-Nord besteht aus einem Brückenzug mit drei verbundenen Bauwerken: einer rund 660 Meter langen linksrheinischen Vorlandbrücke aus Spannbeton, der Strombrücke über den Rhein sowie der rechtsrheinischen Vorlandbrücke. Während die beiden letztgenannten Bauwerke weiterhin für den Pkw- und Lkw-Verkehr nutzbar sind, entfällt die Funktion der linksrheinischen Vorlandbrücke vollständig.
Die Sperrung der linksrheinischen Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord trifft auch Geschäftsreisende im Raum Bonn und Köln erheblich. Insbesondere Fahrten zum Flughafen Köln/Bonn, zu Terminen im Bonner Norden und in angrenzenden Wirtschaftsstandorten verlängern sich durch stauanfällige Umleitungen und zusätzliche Pufferzeiten.
Für Unternehmen und Vielreisende steigt damit der Planungsaufwand, da Anschlussfahrten, Frühtermine und Tagesreisen künftig mit größerer Zeitreserve organisiert werden müssen. Die bestehende Verkehrssperrung bleibt somit nicht nur ein infrastrukturelles, sondern auch ein spürbares logistisches Problem für den Geschäftsreiseverkehr.
Für den Neubau der Vorlandbrücke wurde ein ambitionierter Zeitplan angekündigt. Geplant sind Abriss und zügiger Ersatzneubau mit kurzer Bauzeit von zwei Jahren.
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