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Britische KMU verstärken Geschäftsreisen trotz Unsicherheit

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Britische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) priorisieren internationale Geschäftsreisen trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Eine Studie von Travel Counsellors for Business unter 1.000 UK-Unternehmen zeigt: 67 Prozent sind zuversichtlich für Auslandsreisen, 39 Prozent planen mehr Trips in den nächsten 12 Monaten.

Die Unternehmen nutzen Reisen gezielt für Wachstum. 38 Prozent suchen neue Geschäftschancen, 35 Prozent neue Lieferanten und 31 Prozent besuchen Meetings und Konferenzen. Fast zwei Drittel (62 Prozent) erwarten höhere Ausgaben – von 43.000 auf 57.000 Pfund pro Jahr. Nur 10 Prozent rechnen mit Einsparungen.

Buchungsdaten bestätigen den Trend: Umsatz plus 6,1 Prozent, durchschnittlicher Buchungswert plus 6,9 Prozent sind Hinweise auf wertvollere Reisen. Melanie Quinn von Travel Counsellors betont: „Kein Rückgang, sondern smartere Ansätze mit Fokus auf Risiko, Flexibilität und ROI.“

Es gibt regionale Vrschiebungen:
Buchungen über Nahost-Hubs minus 85 Prozent, Asien-Routen plus 166 Prozent. USA-Nachfrage plus 17 Prozent, Australien plus 61 Prozent. 68 Prozent planen Europa als Hauptziel wegen geopolitischer Risiken; 40 Prozent schicken vermehrt dorthin. 26 Prozent meiden Risikoregionen, 55 Prozent zögern beim Nahen Osten.

Anders als in der GBTA-Umfrage (Optimismus von 59 auf 39 Prozent gesunken, Europa pessimistisch) zeigen UK-KMU Resilienz. Flexibilität (33 Prozent) ist zweitwichtigster Buchungsfaktor nach Kosten (45 Prozent).

Travel Counsellors stellte zudem fest, dass KMU einen „bewussteren und risikosensibleren Ansatz bei der Reiseplanung“ verfolgen. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) meidet inzwischen bestimmte Regionen oder Routen, und 55 Prozent sind laut Umfrage weniger bereit, Mitarbeiter in den Nahen Osten zu entsenden.
Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der KMU erwarten, im kommenden Jahr am häufigsten innerhalb Europas zu reisen.

Schließlich stellte Travel Counsellors fest, dass Flexibilität mit 33 Prozent der zweitwichtigste Faktor bei Buchungsentscheidungen ist – nach den Kosten (45 Prozent) und noch vor der Fähigkeit, Reisepläne schnell an Störungen anzupassen (32 Prozent).
Bild: Pixabay

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