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SAP Concur zu unterschiedlichen Geschäftsreisetypen

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„Jeder Jeck ist anders“ würde man in Köln sagen, wenn es um die verschiedenen Typen von Geschäftsreisenden geht. SAP Concur wollte es genauer wissen und hat eine Umfrage zu Thema gestartet:
Geschäftsreisen sind längst mehr als der Weg von A nach B. Geschäftsreisende haben persönliche Werte, Alltagsrealitäten und individuelle Prioritäten im Gepäck – und passen nicht in standardisierte Reiserichtlinien. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von SAP Concur. Anhand der Ergebnisse können Geschäftsreisende drei Typen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zugeordnet werden:

1. Die Abwäger
Abwäger sind eher jünger, weiblich und arbeiten häufiger remote. Fast doppelt so häufig gehören Personen mit Behinderung oder Neurodiversität zu dieser Gruppe (28 %). Sie sind bereit beruflich zu verreisen (97 %), aber nicht zu jedem Preis. Wenn eine Reise nicht mit ihren persönlichen Werten, ihrem Wohlbefinden und ihrer Sicherheit vereinbar ist, würden sie diese absagen. 45 % nennen Sicherheits- oder soziale Bedenken als Ablehnungsgrund, 42 % gesundheitliche Aspekte, 29 % eine Überbelastung durch zu viele Reisen.

Transparenz, Flexibilität und ethische Aspekte liegen ihnen am Herzen: 43 % möchten bei Reiserichtlinienänderungen besser aufgeklärt werden, 42 % wünschen sich einen einfacheren Zugang zu nachhaltigen Optionen. Über ein Viertel (27 %) würde für eine nachhaltigere Reise eigenes Geld investieren – doppelt so viele wie andere Reisetypen. Um Abwäger zu erreichen, sollten Unternehmen transparent kommunizieren, nachhaltige Optionen fördern und Sicherheitsmaßnahmen sichtbar machen.

2. Die Zeit-Strategen
Rund drei Viertel (71 %) der Zeit-Strategen haben Kinder und 41 % besetzen Führungspositionen in ihren Unternehmen. Zeit ist in ihrem dicht getakteten Alltag knapp und Produktivitätsgewinne durch künstliche Intelligenz wertvoll. Entsprechend sind sie die KI-Enthusiasten unter den Geschäftsreisenden. Sie nutzen KI-Tools für Buchungen, Umbuchungen und Reisekostenabrechnungen, vorausgesetzt, sie sparen dadurch Zeit. Effizienz hat für sie oberste Priorität. Sie lehnen ineffiziente Reisen viermal häufiger ab als Reisende, die nicht gern mit KI arbeiten (22 % vs. 5 %) und zahlen viermal öfter selbst für Direktverbindungen (30 % vs. 7 %).

Doch ihre Affinität hat Grenzen: Nur 34 % vertrauen der Technologie vollständig bei Reisekostenabrechnungen, 35 % wollen die Wahl haben, auf KI verzichten zu können. Gleichzeitig sorgen sie sich stärker um Hackerangriffe während Geschäftsreisen als weniger KI-affine Reisende (51 % vs. 27 %). Zeit-Strategen brauchen effiziente Buchungsprozesse mit optimiertem Einsatz von KI und garantierten Datenschutz. Hierauf sollten Unternehmen entsprechend eingestellt sein.

3. Die Erlebnis-Optimierer
Erlebnis-Optimierer leben in großen Ballungsräumen (70 %) und identifizieren sich fünfmal häufiger als LGBTQ+ als andere Reisetypen. Aus jeder Reise das Beste herausholen – das ist ihr Motto. Neun von zehn buchen auf Geschäftsreisen hochwertigere Optionen als privat. Für Komfort zahlen sie Upgrades auch selbst: 45 % würden Kosten für bessere Unterkünfte übernehmen, 41 % für zusätzliche Hotelübernachtungen, um lange Reisetage zu vermeiden, 35 % für Premium-Sitzplätze.

Ein Großteil (90 %) beobachtet Kürzungen durch veränderte Reiserichtlinien, etwa beim Zugang zur Business Class oder Freizeitmöglichkeiten auf Geschäftsreisen. Um ihren gewohnten Komfort zu erhalten, zahlen sie privat zu oder legen Richtlinien kreativ aus. 27 % geben zu, die Reisedauer in der Reisekostenabrechnung zu verlängern, um höhere Pauschalen zu kassieren. Unternehmen können bei Erlebnis-Optimierern punkten, wenn sie Upgrade-Optionen transparent anbieten, Budgetkürzungen klar kommunizieren und Raum für individuelle Präferenzen erlauben.

Geschäftsreiseprogramme müssen sich anpassen, nicht Reisende
Die unterschiedlichen Reisetypen machen deutlich, dass ein Gießkannenprinzip im Geschäftsreisemanagement an der Realität scheitert. Geschäftsreisende wünschen sich, dass ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Michael Schmitz, Head of SAP Concur Germany erklärt: „Starre Reiserichtlinien sind überholt. Wer nicht differenziert, riskiert, dass Mitarbeitende Vorgaben umgehen oder in ihrem Sinne großzügig auslegen. Mit flexiblen, transparenten Reiseprogrammen schaffen Unternehmen Akzeptanz, steuern gezielt und sichern die Compliance.“
Mehr zu den Studien und Umfragen von SAP Concur gibt es hier.
Quelle: SAP Concur / Bild: Pixabay

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