Start News Italien und Spanien verlängern Schengen-Grenzkontrollen um eine weitere Woche

Italien und Spanien verlängern Schengen-Grenzkontrollen um eine weitere Woche

51

Italien und Spanien haben ihre vorübergehenden Grenzkontrollen im Passagierflug- und Seeverkehr zwischen beiden Ländern verlängert. Italien hält die Maßnahmen bis zum 23. Oktober 2026 aufrecht, Spanien bis zum 22. Oktober. Als Gründe nennen beide Regierungen Migrationsbewegungen und die innere Sicherheit.

Italien hatte die Kontrollen am 31. Juli 2026 wieder eingeführt, nachdem Ende Juli mehr als 72.000 Migranten aus dem benachbarten Marokko nach Ceuta, einer spanischen Exklave in Nordafrika, gelangt waren. Rom verweist auf Sicherheitsrisiken und eine mögliche Einschleusung von Terroristen im Zusammenhang mit Migration. Madrid kritisierte die italienischen Maßnahmen als ungerecht und diskriminierend und führte seinerseits Kontrollen für Passagierverbindungen aus Italien ein.

Die Kontrollen betreffen ausschließlich die entsprechenden Luft- und Seeverbindungen zwischen den beiden Ländern. Der Schengen-Raum und die grundsätzliche Reisefreiheit werden dadurch nicht generell aufgehoben. Dennoch müssen Reisende auf diesen Strecken mit zusätzlichen Kontrollen und möglichen Verzögerungen rechnen.

Die Innenminister beider Länder wollen über Alternativen beraten und eine Aufhebung der Maßnahmen prüfen. Vorausgegangen war ein Gespräch zwischen dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Rande des EU-Gipfels.

Der Schengener Grenzkodex erlaubt vorübergehende Binnengrenzkontrollen bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Ordnung oder innere Sicherheit. Sie müssen notwendig, verhältnismäßig und zeitlich begrenzt sein. Ob die Kontrollen nach dem 22. beziehungsweise 23. Oktober fortgesetzt werden, hängt von den weiteren Gesprächen und Regierungsentscheidungen ab.

Anzeige: Immobilienmakler in Neuss