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Gen Z setzt bei Geschäftsreisen stark auf KI

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Eine aktuelle Untersuchung von American Express Global Business Travel (Amex GBT) und Ipsos zeigt, dass Beschäftigte in Großbritannien und den USA mehrheitlich davon ausgehen, dass Geschäftsreisen in den kommenden fünf Jahren einfacher werden. Demnach ist der Anteil der Optimisten mit 44 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der der Skeptiker, die nur 17 Prozent ausmachen.

Als zentraler Treiber dieser Entwicklung gilt der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Insbesondere die Möglichkeit, personalisierte Empfehlungen und Reisehinweise zu geben, wird als großer Vorteil gesehen. Die Technologie soll Geschäftsreisende künftig unter anderem bei Buchungen, beim Einkaufen unterwegs sowie bei der Unterstützung während der Reise entlasten.

Für die im Januar 2026 durchgeführte Studie wurden online mehr als 1.200 Erwachsene in den USA sowie rund 1.500 Beschäftigte und nicht als Einzel- oder Gig-Worker tätige Selbstständige im Vereinigten Königreich befragt. Vor allem die Generation Z zeigt sich gegenüber den Chancen der KI im Reisebereich besonders aufgeschlossen. Sie ist nicht nur am optimistischsten, was die positiven Auswirkungen von KI angeht, sondern auch am zuversichtlichsten, dass Geschäftsreisen insgesamt leichter werden.

Laut der Erhebung vertrauen Geschäftsreisende KI-Systemen bereits heute bei zentralen Aufgaben: 72 Prozent können sich vorstellen, Hotelbuchungen von KI managen zu lassen, 71 Prozent würden ihr auch bei der Bewältigung von Reiseunterbrechungen Verantwortung übertragen. Generation Z ist dabei deutlich positiver gestimmt als ältere Jahrgänge – 54 Prozent erwarten einfachere Geschäftsreisen, bei der Generation X sind es lediglich 20 Prozent.

Gleichzeitig empfindet gerade die junge Generation Geschäftsreisen als besonders anstrengend. Rund 19 Prozent der Gen-Z-Befragten geben an, dass Geschäftsreisen wie eine lästige Pflicht wirken. 41 Prozent haben Schwierigkeiten bei der Organisation von Reisen. Hinzu kommt: 40 Prozent dieser Altersgruppe empfinden das Einreichen von Spesen als kompliziert und vermeiden dies entsprechend häufig.

Besonders auffällig ist der Umgang mit höheren Spesenbeträgen: Etwa 30 Prozent der Gen Z verzichten nach eigenen Angaben häufig darauf, Erstattungen über 100 Pfund einzureichen, weil ihnen der Aufwand zu groß erscheint. Bei den Millennials liegt dieser Anteil bei 21 Prozent, bei der Generation X nur bei 7 Prozent.

Derzeit arbeiten zahlreiche Anbieter an Lösungen, die Reisebedürfnisse vorausschauend erkennen, Prozesse verschlanken und es den Reisenden ermöglichen soll, selbst zu entscheiden, wann sie menschliche Unterstützung bevorzugen. Man darf gespannt sein, wer hier die Nase vorne hat.
Bild: Pixabay

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