
Die Global Business Travel Association (GBTA) hat die US-Regierung aufgefordert, geplante Änderungen am ESTA-System zurückzunehmen, die von Einreisenden künftig die Angabe von fünf Jahren Social-Media-Daten, Telefonnummern und weiteren persönlichen Informationen verlangen würden.
Die GBTA warnt in einem Schreiben an das US-Zoll- und Grenzschutzamt (CBP), dass diese erweiterte Datenerhebung über das Ziel hinausschieße und erhebliche datenschutzrechtliche, wirtschaftliche und praktische Nachteile mit sich bringen könnte.
Besonders kritisch sieht der Verband die geplante Abschaffung der Online-Formulare zugunsten einer mobilen App, was zusätzliche Hürden für Geschäftsreisende schaffen könnte. Die GBTA verweist zudem auf mögliche Verstöße gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und warnt vor Milliardenverlusten im Reisegeschäft, weil europäische Geschäftsreisende sich weigern könnten, persönlichen Daten preiszugeben, da dies als unvereinbar mit DSGVO-Vorgaben und Datenschutzstandards gelte – und somit auf eine Reise verzichten.
Auch die US Travel Association äußerte ähnliche Bedenken. Laut einer aktuellen GBTA-Umfrage erwarten 64% der Branchenvertreter, dass die Maßnahmen die Bereitschaft zu Geschäftsreisen in die USA deutlich senken würden. Der wirtschaftliche Schaden könnte auf beiden Seiten erheblich sein.
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