
Lange und schwer planbare Wartezeiten bei der Visumvergabe erschweren Messebesuchern und Ausstellern aus visumpflichtigen Ländern die Teilnahme an deutschen Messen. Das zeigt die aktuelle Messevisa-Umfrage des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA. Besonders betroffen sind Messebesucher aus der Türkei: Während türkische Aussteller ein vereinfachtes Walk-in-Verfahren nutzen können, gilt dies für Besucher nicht. Sie müssen laut deutschen Auslandsvertretungen derzeit mit Wartezeiten von der Terminregistrierung bis zur Bearbeitung von bis zu elf Monaten rechnen. Für Einkäufer und Entscheider kann dies eine Teilnahme faktisch unmöglich machen.
In China sind die Wartezeiten weniger problematisch, allerdings gibt es technische Schwierigkeiten mit dem Terminbuchungsportal. Indien weist ebenfalls keine größeren Wartezeitprobleme auf. Die Bedeutung der Märkte ist erheblich: 2025 kamen rund 126.000 Besucher und 18.000 Aussteller aus China, 76.000 Besucher und 4.390 Aussteller aus der Türkei sowie 49.300 Besucher und 3.310 Aussteller aus Indien.
Der AUMA fordert mehr Kapazitäten, bevorzugte Termine für verifizierte Messeteilnehmer, digitale Verfahren und eine schnellere Vergabe von Mehrjahresvisa für regelmäßig reisende Geschäftsleute.
Bild: Pixabay
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