
Die Deutsche Bahn baut ihr Fernverkehrsangebot aus: Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 kommen neue ICE-Sprinter, zusätzliche internationale Verbindungen und mehr Direktverbindungen hinzu. Die Preise bleiben stabil. Für Geschäftsreisende bedeutet das mehr Auswahl auf wichtigen Strecken – allerdings weiterhin mit Einschränkungen durch Großbaustellen.
ICE-Sprinter verkürzen Reisezeiten
Das Sprinter-Netz wächst auf rund 70 tägliche Fahrten. Zwischen Hamburg und München verkehren dreimal täglich je Richtung neue ICE-Sprinter. Mit nur zwei Zwischenhalten in Hannover und Nürnberg dauert die Fahrt 5 Stunden und 20 Minuten. Zwischen Berlin und Stuttgart steigt das Angebot auf drei Sprinter pro Tag und Richtung. Die Fahrzeit von 4 Stunden und 45 Minuten ist rund eine Stunde kürzer als mit der regulären Verbindung über Frankfurt. Damit wird die Bahn auf zentralen Geschäftsreiserouten konkurrenzfähiger.
Auch abseits der Metropolen verbessert die DB ihr Angebot: Saarbrücken erhält eine Direktverbindung nach Hamburg, Jena wird wieder direkt an Berlin angebunden. Zwischen Berlin und Hamburg gilt erneut der Halbstundentakt.
Mehr Direktzüge in Europas Metropolen
International wächst das Angebot auf mehr als 320 tägliche Fahrten. Über 200 Städte in 14 Ländern sind direkt erreichbar. Ab März fährt die Bahn zwischen Hamburg und Kopenhagen siebenmal täglich je Richtung. Ab Sommer verbindet der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa München jeweils einmal täglich mit Mailand und Rom – in beide Richtungen. Zwischen Stuttgart und Paris steigt das Angebot auf zwölf tägliche Züge. Nach Abschluss der Bauarbeiten zwischen Nürnberg und Passau verkehren zudem 14 Fernverkehrszüge täglich zwischen Frankfurt, Nürnberg und Wien.
Zusätzliche europäische Reiseziele lassen sich direkt über bahn.de und den DB Navigator buchen. Die Preise bleiben stabil; Tickets für den neuen Fahrplan sind ab 14. Oktober erhältlich.
Zeitpuffer trotz Ausbau einplanen
Der Ausbau hat eine Kehrseite: Umfangreiche Sanierungen prägen auch 2027 den Bahnverkehr. Zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin fahren während der Arbeiten zwar mindestens stündlich direkte ICE, die Reise dauert jedoch rund 80 Minuten länger. Geschäftsreisende sollten deshalb Fahrzeiten und Umleitungen vor der Buchung prüfen. Häufig kommt bei der Bahn der Zug wann er will und nicht wann er soll. Damit müssen Reisende auch im Winter rechnen.
Quelle: Bahn / Bild: Pixabay
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