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Emirates möchte nach Berlin und Stuttgart fliegen

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Emirates hat angekündigt, tägliche Linienflüge nach Berlin und Stuttgart aufnehmen zu wollen und dafür jährlich über 100 Millionen Euro in Betrieb, Personal, Gebühren und Treibstoff zu investieren – vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundesverkehrsministerium.

Beide Städte gelten trotz ihrer wirtschaftlichen Bedeutung als unterversorgt bei Langstreckenverbindungen. In Berlin entfallen laut OAG-Daten mehr als 85 Prozent der internationalen Flüge auf europäische Ziele, obwohl die Hauptstadt als politisches Zentrum, Start-up-Hub und Kulturmetropole internationale Nachfrage generiert. Mehr City- und Langstreckenverbindungen für die Hauptstadtregion fordert auch die IHK Berlin. Stuttgart weist als Industriestandort eines exportstarken Bundeslandes eine ähnliche Lücke auf, was insbesondere für global vernetzte Unternehmen relevant ist.

Emirates-Präsident Sir Tim Clark betonte die bestehende Nachfrage nach Direktverbindungen, gestützt durch Unternehmensrückmeldungen, Forderungen der Industrie- und Handelskammer sowie eigene Marktdaten. Die Airline plant, beide Städte mit Großraumflugzeugen in ihr globales Streckennetz einzubinden und damit Zugang zu rund 50 Zielen in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Südostasien und Australasien zu schaffen, die derzeit nicht von deutschen Airlines bedient werden.

Neben verbesserten Reisemöglichkeiten werden auch wirtschaftliche Effekte erwartet. Laut einer DLR-Studie könnten tägliche Verbindungen nach Berlin und Stuttgart jeweils rund 1.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen. Zusätzlich würde die Luftfracht profitieren: Ein täglicher Flug mit einer Boeing 777-300ER böte wöchentlich über 280 Tonnen Unterdeckkapazität und damit neue Export- und Importmöglichkeiten, etwa für Pharmazeutika, Elektronik und Maschinenbauprodukte.
Quelle: Emirates / Bild: Pixabay

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