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VDR fordert Reform des Streikrechts

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Der Verband Deutsches Reisemanagement e. V. (VDR) fordert von Bundestag und Bundesregierung eine Reform des Arbeitskampfrechts in systemrelevanten Transportbereichen wie Luft-, Schienen- und Hafenverkehr. Ziel ist es, Streiks planbarer zu machen und die Funktionsfähigkeit zentraler Wirtschaftsprozesse zu sichern.

Geschäftsreisen seien laut VDR ein entscheidender Faktor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Kundenbindung. Kurzfristige Arbeitskämpfe führten jedoch regelmäßig zu massiven Störungen, die nicht die Tarifparteien, sondern unbeteiligte Unternehmen und Reisende träfen. Besonders betroffen sei der Mittelstand, der über keine eigenen Mobilitätsreserven verfüge und daher Reiseausfälle nur schwer kompensieren könne.

VDR-Präsident Christoph Carnier betont, Tarifkonflikte seien Sache der Sozialpartner, doch zunehmend würden Dritte zum „Kollateralschaden“. Daher müsse die Politik neue Rahmenbedingungen schaffen, die sowohl das Streikrecht wahren als auch die Verlässlichkeit des Verkehrs sichern.

Der Verband plädiert für klare Leitplanken und Mindeststandards, um in kritischen Verkehrssektoren mehr Planbarkeit zu gewährleisten und wirtschaftliche Abläufe vor häufigen Stillständen zu schützen.
Bild: Pixabay

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