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Exportbilanz mit strukturellen Schwächen

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Die Exportbilanz 2025 zeigt deutliche strukturelle Schwächen im deutschen Außenhandel. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen – darunter Protektionismus, geopolitische Konflikte, fragile Lieferketten und eine schwache Weltkonjunktur – blieb die Exportbranche zwar anpassungsfähig, verzeichnete jedoch nur ein minimales Wachstum. Die Exporte stiegen 2025 um rund 1 %, die Importe hingegen um 4,4 %. Dadurch verlor der Export an Bedeutung als Wachstumstreiber, während der Außenhandelsüberschuss um 15 % zurückging – der stärkste Rückgang außerhalb der Pandemiezeit.

Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), warnte, dass ohne spürbare politische Unterstützung der Verlust internationaler Marktanteile weitergehe. Er kritisierte insbesondere hohe Energiepreise, zu viel Bürokratie, zunehmende Regulierung und fehlende handelspolitische Initiativen. Jandura forderte eine klare wirtschaftspolitische Wende: weniger Bürokratie, schnellere Verfahren, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine aktive, strategische Handelspolitik zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Bild: Pixabay

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