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Geschäftsreisende mit Ziel Bangkok übernachten am günstigsten

Die Hotelpreise in Deutschland schwankten im ersten Quartal 2012 deutlich. In den europäischen Metropolen bewegten sich die Zimmerraten mit wenigen Ausnahmen moderat. Außerhalb Europas legten die Preise in vielen der untersuchten Städte zweistellig zu. Zu diesen Ergebnissen kommt HRS in seinem aktuellen Hotelpreisradar. Für die Auswertung verglich HRS die Hotelzimmerpreise von insgesamt 50 deutschen und internationalen Metropolen im ersten Quartal 2012 mit den Preisen des Vorjahreszeitraums.

Die im Durchschnitt teuersten Hotelübernachtungen ermittelte HRS für Rio de Janeiro. Für ein Hotelzimmer am Zuckerhut zahlten Reisende in den ersten drei Monaten 2012 durchschnittlich gut 239,00 Euro. Damit überholte Rio de Janeiro Städte wie Sydney und Moskau, die im Ranking der teuersten Hotelstädte auf den Plätzen zwei und drei folgen. Am günstigsten waren Hotelzimmer in Bangkok, Prag und Peking mit Durchschnittspreisen um die 60,00 Euro pro Nacht.



Hotelpreisradar Deutschland: Preisentwicklung sehr unterschiedlich

In Deutschland entwickelten sich die Hotelzimmerpreise im ersten Quartal 2012 sehr unterschiedlich. Den größten Anstieg verzeichnete Stuttgart mit einem Plus von zehn Prozent auf durchschnittlich knapp 93,00 Euro pro Zimmer und Nacht. Die baden-württembergische Hauptstadt profitierte von der guten wirtschaftlichen Lage in der Region. Zudem führten gut besuchte Messen wie die nur alle zwei Jahre stattfindende Intergastra zu einer deutlich gestiegenen Zimmernachfrage und damit zu höheren Preisen gegenüber dem Vorjahresquartal. Anders die Situation in Frankfurt am Main: Viele neue Hotels in der Mainmetropole drücken die Preise. Der durchschnittliche Zimmerpreis betrug in Frankfurt am Main im ersten Quartal 2012 gut 97,00 Euro. Das sind rund 5,8 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Damit gibt Frankfurt die Spitzenposition der teuersten Hotelstädte Deutschlands an Köln ab. In den untersuchten deutschen Metropolen kostete nur in der Domstadt ein Hotelzimmer durchschnittlich mehr als 100,00 Euro pro Nacht. Im ersten Quartal 2012 profitierte Köln besonders von hohen Zimmerpreisen in der Karnevalswoche und großen Messen wie der Möbelmesse IMM oder der Süßwarenmesse ISM, die für eine hohe Zimmerauslastung sorgten.



Besonders günstig blieben Hotelübernachtungen in Dresden und Berlin. Einen durchschnittlichen Zimmerpreis von knapp 75,00 Euro mussten Dresden-Besucher einplanen. Hier gaben die Preise um knapp drei Prozent nach. In der Bundeshauptstadt kosteten Hotelübernachtungen gut 82,00 Euro und damit rund 1,2 Prozent mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres.

Hotelpreisradar Europa: Moskau liegt an der Spitze

Zu den von HRS Kunden am häufigsten besuchten europäischen Städten im ersten Quartal 2012 gehören Wien, Paris, London und Prag. Während die Zimmerpreise in Wien mit knapp 91,00 Euro pro Nacht nahezu unverändert blieben, konnten besonders London und Prag vom ungebrochenen Trend zu Städtereisen und hohen Besucherzahlen profitieren. In der diesjährigen Olympiastadt stiegen die durchschnittlichen Zimmerpreise im ersten Quartal aufgrund der hohen Nachfrage um gut 4,9 Prozent auf 125,00 Euro pro Nacht. Hotelübernachtungen in Prag verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als neun Prozent auf immer noch günstige 61,00 Euro pro Zimmer und Nacht. Ähnlich günstig konnten Besucher in Budapest übernachten. In der ungarischen Hauptstadt lagen die durchschnittlichen Zimmerpreise bei knapp 64,00 Euro pro Nacht und waren damit etwa 1,9 Prozent günstiger als im ersten Quartal 2011.

Am teuersten fielen Hotelübernachtungen in Europa mit durchschnittlich knapp 152,00 Euro pro Zimmer und Nacht in Moskau aus. Ebenfalls traditionell hochpreisig zeigte sich Zürich mit gut 144,00 Euro pro Nacht. In beiden Städten veränderten sich die durchschnittlichen Hotelpreise gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres kaum.



In gut der Hälfte der untersuchten europäischen Metropolen gaben die Hotelpreise nach. Am stärksten fiel das Minus mit über zehn Prozent in Oslo und knapp neun Prozent in Lissabon aus. Portugal leidet stark unter einer nationalen Wirtschaftskrise. Unter anderem das damit verbundene rückläufige Geschäftsreiseaufkommen ließ die Hotelpreise in Lissabon auf knapp 69,00 Euro pro Nacht fallen.

Erneut sinkende Preise ermittelte HRS auch für Athen. Die griechische Hauptstadt leidet weiterhin unter dem Rückgang bei Business Travellern und Städtereisenden, was die Hotelpreise drückte. Knapp 76,00 Euro mussten Athen-Reisende im abgelaufenen Quartal durchschnittlich für ein Hotelzimmer bezahlen, was ein Minus von mehr als zwei Prozent bedeutet.

Hotelpreisradar weltweit: Rio de Janeiro am teuersten

Außerhalb Europas entwickelten sich die Preise fast ausschließlich nach oben. In 18 der 20 untersuchten Städte stiegen die Preise – häufig sogar im zweistelligen Prozentbereich. Den größten Preissprung mit gut 48 Prozent erlebte Rio de Janeiro. Aufgrund des starken Wirtschaftswachstums und der im Zuge der Vorbereitungen auf die Fußball-WM 2014 verbesserten Infrastruktur steigen seit Monaten die Raten für Hotelübernachtungen am Fuße des Zuckerhuts. Darüber hinaus lockte der diesjährige Karneval noch mehr Touristen in die Stadt, was die Zimmerpreise weiter verteuerte – auf durchschnittlich gut 239,00 Euro pro Nacht. Damit nimmt Rio de Janeiro den Spitzenplatz unter den teuersten Hotelstädten weltweit ein und übertrumpft den letztjährigen Spitzenreiter Sydney. Hotelübernachtungen in der australischen Metropole kosteten im ersten Quartal 2012 durchschnittlich knapp 180,00 Euro, gut 4,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Auf Platz drei der teuersten Hotelstädte liegt Moskau. Hier verlangten Hotels im Durchschnitt knapp 152,00 Euro.


Hohe Preisaufschläge von über 20 Prozent verzeichnete HRS neben Rio de Janeiro auch für Miami, Hongkong und besonders Mexiko Stadt. Wer im ersten Quartal 2012 in die mexikanische Hauptstadt reiste, musste mit durchschnittlichen Zimmerpreisen von knapp 105,00 Euro pro Nacht rechnen, ein Preisanstieg von mehr als 36 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2011. Einer der Preistreiber war der Papstbesuch im März, der auch viele ausländische Besucher in die Millionenmetropole lockte.



Eine deutliche Erholung der Wirtschaft und mehr Reisende aus Europa sorgten in vielen US-amerikanischen Städten für signifikant steigende Zimmerpreise. Besonders in Miami verteuerten sich Hotelübernachtungen. Die Zimmerpreise lagen im ersten Quartal 2012 durchschnittlich bei gut 122,00 Euro und damit um 28 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Ähnlich hohe Steigerungsraten ermittelte HRS für Hongkong. Viele internationale Firmen verlagerten im vergangenen Jahr ihre Asienzentrale in die ehemalige britische Kronkolonie. Die damit verbundenen zahlreichen Geschäftsreisen führten zu einer spürbar gestiegenen Nachfrage nach Hotelzimmern, was die Durchschnittspreise um gut 21 Prozent auf knapp 137,00 Euro pro Nacht steigen ließ.

Über fallende Zimmerpreise konnten sich Reisende in Buenos Aires und Mumbai freuen. In Mumbai kostete ein Hotelzimmer mit durchschnittlich knapp 100,00 Euro rund 18 Prozent weniger als im ersten Quartal 2011.


Am günstigsten übernachteten Reisende im ersten Quartal 2012 in Bangkok. Trotz eines Preisanstieges von knapp 4,8 Prozent kostete ein Hotelzimmer in Bangkok durchschnittlich knapp 58,00 Euro. Ähnlich günstig waren Peking mit durchschnittlich gut 62,00 Euro und Kuala Lumpur mit knapp 65,00 Euro pro Nacht.





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