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Bern und Kopenhagen ganz oben, deutsche Städte in den Top 15

Bern und Kopenhagen bieten für Europäer die weltweit höchste Lebensqualität. Das hat ECA International in seiner neuesten Studie „Location Ratings“ herausgefunden. Darin untersucht das weltweit führende Beratungsunternehmen rund um das Management internationaler Mitarbeiterentsendungen die Lebensqualität an 400 Standorten auf der ganzen Welt. Den dritten Platz im Ranking hält Luxemburg. Als bestplatzierte Stadt in Deutschland landete Stuttgart auf Platz 4. Düsseldorf folgt auf Rang 7. München, Frankfurt und Bonn teilen sich den 10. Platz, während Berlin und Hamburg gemeinsam auf Rang 15 liegen. Damit zeichnen sich alle überprüften deutschen Städte als Standorte mit sehr guten Lebensbedingungen aus. Am Ende des Rankings finden sich Bagdad (264), Kabul (263.), Karatschi (262.) und Port-au-Prince (261.). In den Location Ratings untersucht ECA International die Lebensqualität anhand Faktoren wie Gesundheitswesen, Integrationsmöglichkeiten, Kriminalität und Sicherheit, soziale Kontaktmöglichkeiten und Freizeitangebote, Klima, Luftqualität, Infrastruktur und politische Spannungen. Die Ergebnisse der Untersuchung dienen Unternehmen zur Berechnung von Auslands- und Entsendungszuschlägen.

„Viele Unternehmen bezahlen Mitarbeitern, die sie ins Ausland entsenden – sogenannte Expatriates – Standort- oder Härtezulagen. Damit erleichtern sie den Entsendeten und ihren Familien die Anpassung und Gewöhnung an die neue Umgebung“, sagt Mira Pathak, Business Development bei ECA International. „Bei Entsendungen in Städte mit einer guten Infrastruktur, hervorragender ärztlicher Versorgung und hoher Luftqualität wie eben Bern oder Kopenhagen fallen Zulagen – wenn überhaupt – natürlich gering aus.“

Das hier vorgestellte Ranking wurde aus westeuropäischer Sicht erstellt und umfasst 265 Standorte weltweit. Pathak erklärt: „Das Herkunftsland eines Expatriates spielt beim ‚Wohlfühlfaktor‘ im Ausland auch eine wesentliche Rolle – Entfernung von zu Hause, kulturelle Unterschiede, Sprache und Klima – all das beeinflusst das Wohlbefinden. Deshalb berücksichtigen wir bei den Location Ratings grundsätzlich immer das Herkunftsland. Während Bern und Kopenhagen für europäische Expatriates die Standorte mit der höchsten Lebensqualität sind, liegen sie beispielsweise für Asiaten ’nur‘ auf einem – immer noch sehr guten – achten Platz“, erläutert Pathak. Im Lebensqualitätsranking für asiatische Expatriates belegt Singapur Platz 1.



Lebensqualität in Deutschland und Europa

Nach wie vor bieten deutsche Städte eine sehr hohe Lebensqualität. Stuttgart hat sich dabei mit Platz 4 als derzeitiger innerdeutscher Spitzenreiter herauskristallisiert – vor Düsseldorf, München, Frankfurt, Bonn, Hamburg und Berlin. Grundsätzlich schneiden alle deutschen Städte in sämtlichen Kategorien sehr gut ab. Damit liegen alle deutschen Städte vor europäischen Metropolen wie Paris und Madrid (beide 23.), London (31.) oder Moskau (139.). Bei der britischen Hauptstadt und dem Gastgeber der diesjährigen Olympischen Spiele sind vor allem Sicherheitsbedenken für die Platzierung „nur“ im oberen Mittelfeld ausschlaggebend.



„Deutsche Standorte sind seit Jahren in der Spitzengruppe der Location Ratings“, erklärt Mira Pathak von ECA International. „Besonders geschätzt werden die Sicherheit, die sehr guten Schulen, der hochwertige Wohnraum, die ausgezeichnete Luftqualität und die hervorragende Infrastruktur.“

Neben Bern, Kopenhagen (beide Platz 1), Luxemburg Stadt (3.) und den deutschen Städten haben Antwerpen, Genf (beide 4.), Basel (7.) sowie Brüssel (9.) den Sprung in die – komplett von europäischen Städten besetzte – Top 10 geschafft.

Die polnische Hauptstadt Warschau liegt auf Platz 67. Hier machen die Gesundheitsversorgung und Sprachbarrieren Expatriates das Leben schwer. Das Gleiche gilt für die ukrainische Hauptstadt Kiew (112.).

Das russische Murmansk (189.) und die georgische Hauptstadt Tiflis (199.) sind die Standorte mit der niedrigsten Lebensqualität in Europa.

Lebensqualität weltweit

Für Europäer, die ins nichteuropäische Ausland entsendet werden, bieten Vancouver und Toronto in Kanada (Platz 23) die höchste Lebensqualität. Trotz großer Entfernung nach Hause sind die kulturellen Unterschiede verhältnismäßig gering. Zudem sind Luftqualität und Gesundheitsversorgung sehr gut sowie die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen hoch – das lässt die beiden kanadischen Standorte zu Städten mit besonders guter Lebensqualität werden.



In Südamerika machen insbesondere die mangelhafte Sicherheit und die Umweltverschmutzung zu schaffen. Sao Paolo und Rio de Janeiro (beide 135.), Mexiko City (146.), Caracas (185.) und Port-au-Prince (261.) erzielten sehr schlechte Ergebnisse in puncto Sicherheit. Santiago de Chile (85.) und Mexiko City (146.) haben die weltweit schlechteste Luftqualität.

Die Stadt mit der höchsten Lebensqualität für europäische Expatriates in Asien ist Singapur (66.) vor dem japanischen Kobe (70.). Tokio und Yokohama sind nach den Katastrophen in Japan im vergangenen Jahr im Ranking gefallen. „Katastrophen aller Art haben erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur und die Verfügbarkeit von Waren; das spiegelt sich im Ranking wieder“, sagt Pathak. An dritter Stelle steht in Asien nun Hongkong – trotz sehr schlechter Luft. „In vielerlei Hinsicht ist Hongkong eine lebenswerte Stadt mit guten Schulen, Wohnraum, einem funktionierenden öffentlichen Transportsystem und hoher Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen. Die schlechte Luftqualität könnte potenzielle Expatriates jedoch von einem Engagement dort abhalten“, so Pathak.

Innerhalb Chinas können europäische Expatriates in Shanghai (127.) die höchste Lebensqualität erwarten, es folgt Peking (129.).



Indische Standorte wie Bangalore (159.), Neu-Delhi (185.), Chennai (194.) und Mumbai (206.) zeichnen sich durch die Verfügbarkeit von Schulen, Wohnraum und Gütern für Expatriates aus – ein Minus ist dagegen die ärztliche Versorgung.

In Australien sind Canberra (35.) Melbourne, Adelaide (beide 38.) sowie Sydney (46.) erste Wahl. Christchurch belegt aufgrund des Erdbebens im vergangenen Jahr und den daraus resultierenden Gebäude- und Infrastrukturschäden nur noch Platz 62 (Platz 53 im vergangenen Jahr) im weltweiten Vergleich.

Im Nahen Osten und Afrika – traditionell schwierige Entsendungsziele für Europäer – sind mehrere Standorte im Ranking im Vergleich zu 2011 noch weiter gefallen. Durch die politischen Umstürze und den soziopolitischen Spannungen steigen die Sicherheitsbedenken. Tripolis rutschte um 29 Plätze auf Rang 257, Kairo von 156 auf 178.

Die syrische Hauptstadt Damaskus fiel um 25 Ränge auf Platz 189.

Für Europäer bleibt Tel Aviv (83.) in der Region die Stadt mit der höchsten Lebensqualität vor Dubai, Doha (beide 90.) und Abu Dhabi (92.).

Bei Unruhen oder Katastrophen steht bei Unternehmen immer wieder eine Erhöhung der Standortzuschläge zur Debatte. Mira Pathak erklärt: „Standortzulagen sind keine spontanen Risikozulagen. Sie sollen einen ins Ausland entsendeten Mitarbeiter nicht für höhere Risiken entschädigen – kein Geld der Welt kann akute Gefahr für Leib und Leben in solch einer Situation aufwiegen. Bei akuten Notfällen ist praktische Unterstützung meist sinnvoller. Welche Sicherheitsmaßnahmen können ergriffen werden? Ist eine Evakuierung nötig? Hier können Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen. Im Sinne eines konsistenten Ansatzes empfehlen wir, die Höhe der Standortzulagen grundsätzlich einmal im Jahr zu überprüfen. So werden stets die jeweils aktuellen Auswirkungen mit in die Überprüfung einbezogen.“

www.eca-international.com





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