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Zeig mir, wie du gehst – und ich sag dir, wer du bist

Beim Lebenstempo gibt es größere regionale
Unterschiede, wie eine Untersuchung der Gehgeschwindigkeit zeigt.
Nach einem Bericht des Wissensmagazins P.M. (Ausgabe 1/04) haben
Forscher der TU Chemnitz 6000 Passanten in zwanzig deutschen Städten
beobachtet. In Dresden und Hannover ist das Gehtempo am höchsten
(1,49 Meter pro Sekunde), dicht gefolgt von Hamburg, München und Jena
(1,47 m/s); im Mittelfeld liegen Bremen (1,45 m/s), Chemnitz und
Osnabrück (1,44 m/ s), während Saarbrücken (1,39 m/s) und Trier (1,38
m/s) das gemütliche Schlusslicht bilden.

„In großen Städten gehen die Menschen schneller als in kleineren,
von Norden nach Süden nimmt das Gehtempo ab, Ältere bewegen sich
erheblich langsamer als Jüngere“, resümiert der Psychologe Olaf
Morgenroth. Das Gehtempo drücke auch Stimmungen und Werte der
Menschen aus. „Wer depressiv ist oder der Zukunft wenig Bedeutung
beimisst, geht langsamer; wer zu den Besten gehören will und sein
persönliches Glück für das Wichtigste hält, geht schneller.“

Schwierig zu beantworten ist die Frage nach dem optimalen
Lebenstempo. „In Städten mit höherem Lebenstempo sterben einerseits
mehr Menschen an Herzkranzgefäß-Erkrankungen, andererseits scheint
dort die Lebenszufriedenheit etwas höher zu sein“, berichtet
Morgenroth.





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