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Wie kleine Unternehmen Partner im Ausland finden

Wie kommen kleine Unternehmen in Kontakt mit Unternehmen aus anderen Ländern? Die IHK Reutlingen weiß Rat und hilft weiter. Über ihre Partnerschaft im Unternehmensnetzwerk „Enterprise Europe Network“ werden Geschäfte angekurbelt, Kooperationen vermittelt und Projektpartner für Technologietransfers gefunden.

„Wir sind auf der Suche nach Kontakten zu Firmen im Ausland“, lautet eine der typischen Anfragen, mit denen sich heimische Unternehmen immer wieder hilfesuchend an die IHK wenden. Denn immer mehr Unternehmen wollen die Vorteile internationaler Märkte nutzen und diese mit ihren Produkten und Innovationen erschließen. Gesucht werden Vertriebspartner oder Kunden, Zulieferer oder innovative Produkte, vorhandene technische Lösungen, Lizenznehmer oder Joint-Venture-Partner auf der ganzen Welt. „Viele Firmen sind überrascht, wenn sie erfahren, dass die IHK auch selbst internationale Geschäfte ankurbeln und Kooperationen vermitteln kann“, sagt Katrin Glaser. Als Mitarbeiterin im Bereich Enterprise Europe Network (EEN) der IHK Reutlingen berät und begleitet sie Unternehmen – bevorzugt die, die sich für Geschäfte in Europa interessieren.

„Rund 60 Länder sind im EEN vertreten und in diese können wir vermitteln. Wir beraten vor allem kleine und mittlere Unternehmen zu internationalen Märkten“, sagt Glaser. So suchte zum Beispiel ein heimischer Großhändler spezielle Pumpensysteme und fand durch die Vermittlung über das EEN einen Lieferanten in der Türkei. Ein anderes Unternehmen benötigte innovative Batteriesysteme zur Ergänzung seines Portfolios. Auch hier konnte die IHK weiterhelfen.

Kleine und mittlere Unternehmen, die in der EU und darüber hinaus Kooperationspartner suchen, füllen ein Kooperationsprofil bei Katrin Glaser aus. Dieses wird anonym in der EU-Datenbank hinterlegt und von rund 600 Partnerorganisationen im Netzwerk aktiv beworben. Kommen dann Reaktionen von möglichen Partnern, laufen diese bei der IHK Reutlingen auf. „Wir setzen die suchende Firma in Kenntnis. Sie selbst entscheidet, mit wem sie Kontakt aufnimmt“, erklärt Katrin Glaser das Prozedere.

Sie unterstützt Unternehmen aber auch bei allen anderen Aktivitäten rund um den EU-Binnenmarkt. Eine häufige Frage ist unter anderem die nach den Formalitäten beim Export von Dienstleistungen. Wer zum Beispiel Mitarbeiter vorübergehend nach Frankreich entsendet, um dort eine Maschine zu installieren und in Betrieb zu nehmen, müsse die Mitarbeiter vorher melden und neuerdings sogar einen Vertreter vor Ort bestimmen, so Glaser.

Tor nach Brüssel
Informationen erhält man bei der IHK Reutlingen auch zu sämtlichen EU-Förderprogrammen und zur Förderung von Forschung und Innovation über das Programm Horizont 2020. Ein Vorteil ist außerdem der direkte Kontakt des Enterprise Europe Network zur Europäischen Union. Bei aktuellen Entwicklungen wie dem Brexit, bei europaweiten Dienstleistungen oder der gegenseitigen Anerkennung von Produkten habe man so für die heimischen Unternehmen immer ein Ohr in Brüssel.

IHK-Service
Fragen beantwortet bei der IHK Reutlingen Frau Katrin Glaser aus dem Bereich International,
Telefon: 07121 201-152 oder E-Mail: glaser@reutlingen.ihk.de.





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