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Weltweit ziehen Mietpreise an

Tokio hat die weltweit höchsten Mietpreise. Das hat ECA International in seinen neuesten „Accommodation Reports“ herausgefunden. Darin untersucht das Personalberatungsunternehmen die Mietpreise für ausländische Geschäftsleute – sogenannte Expatriates – an weltweit über 130 Standorten. Den teuersten Wohnraum innerhalb Europas gibt es in Moskau. In der russischen Metropole kostet eine unmöblierte Dreizimmerwohnung mit circa 80 Quadratmetern ungefähr 2740,00 Euro pro Monat – das ist eine Mietsteigerung um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am tiefsten müssen Mieter in Deutschland in Frankfurt in die Tasche greifen. Der günstigste überprüfte Standort hierzulande ist Berlin. Weltweit ist das Mietniveau um durchschnittlich elf Prozent gestiegen, in Europa um ungefähr fünf Prozent.

„Vor zwei Jahren ist das Mietniveau in Europa aufgrund der Rezession stark gefallen. Jetzt zieht es wieder an“, erklärt Susanne Grimm, Client Services, ECA International. „Bei Auslandsentsendungen ist Wohnraum einer der größten Kostenfaktoren. Deshalb sollten Unternehmen nicht nur Mietpreis-, sondern auch die Währungsschwankungen stets im Auge behalten. Nur dann können Zuschüsse ordentlich berechnet und bezahlt werden.“ Grimm erklärt: „Die Mieten sind in Europa zwar tatsächlich gestiegen, trotzdem ging’s für viele europäische Standorte im Ranking nach unten. Das liegt daran, dass andere Währungen gegenüber dem Euro teils deutlich an Wert zugelegt haben.“ Beispiel Tokio: Mietpreise in Yen sind um sieben Prozent gefallen, in Euro umgerechnet aber um 14 Prozent gestiegen.

Für eine bessere Vergleichbarkeit wurden deshalb alle Preise in Euro umgerechnet.



Die „Accommodation Reports“ von ECA International

Die jährlich durchgeführten Accommodation Reports vergleichen Mietpreise an über 130 Standorten weltweit. Dabei steht Wohnraum in Gegenden im Fokus, der dem Standard von Expatriates entspricht. Die Ergebnisse dienen Personalabteilungen als Basis für die Berechnungen der Zuschüsse für angemessene Wohnverhältnisse im Ausland tätiger Mitarbeiter.

Mietpreise in Deutschland

Frankfurt hat das höchste Mietpreisniveau im innerdeutschen Vergleich: 1000,00 Euro sind hier pro Monat für eine Dreizimmerwohnung fällig. Damit liegt die hessische Metropole im weltweiten Ranking auf Platz 65 und in Europa auf Rang 22. München ist die zweitteuerste deutsche Stadt (67. weltweit). Es folgen Hamburg (76.) und Düsseldorf (82.). Berlin ist die günstigste deutsche Stadt im Ranking, hier kostet eine vergleichbare Wohnung durchschnittlich gerade einmal 740,00 Euro pro Monat. „Zwar sind die deutschen Städte im internationalen Mietpreis-Vergleich gefallen, freuen können sich deutsche Mieter darüber aber nicht“, erklärt Grimm. „Denn de facto sind die Mieten durchschnittlich um 3,5 Prozent gestiegen. Weil der Euro geschwächelt hat, ist Wohnraum in Deutschland vor allem für Expatriates aus Ländern mit starken Währungen günstiger geworden.“

Mietpreise in Europa

Europaweit hat Moskau das höchste Mietniveau, vor Zentrallondon. In der englischen Hauptstadt ist in Folge der Krise die Verfügbarkeit von Hypothekendarlehen für Kaufimmobilien gesunken und entsprechend die Nachfrage nach Mietwohnungen gestiegen. Dadurch sind die Mietpreise nach oben gegangen. Hinter London rangieren Genf, Paris, Istanbul, Amsterdam und Stockholm. Besonders nachgegeben haben im Jahresvergleich die Mietmärkte in Athen, Bukarest, Madrid und Budapest. Am günstigsten mieten Expatriates Wohnungen in Ankara (116.) und Sarajewo (117.).

Mietpreise weltweit

Tokio bleibt die Stadt mit den höchsten Mietpreisen auf der ganzen Welt. Für eine Dreizimmerwohnung wandern hier ungefähr 3410,00 Euro pro Monat in die Taschen des Vermieters. Es folgen Moskau, Hongkong, London und Singapur.

Asien

Während die Mieten 2009 noch um neun Prozent gefallen sind, haben sie im vergangenen Jahr wieder deutlich angezogen. Durchschnittlich stiegen sie um 19 Prozent. Das liegt vor allem an der starken Wirtschaft. Neben Tokio sind die Mietkosten besonders hoch in Hongkong, Singapur und Seoul.

Australien

Ein Domizil in Australien ist in Sydney (13.) teuerer als in der Hauptstadt Canberra (34.) oder Melbourne (38.). Da der australische Dollar gegenüber anderen Währungen Boden gut gemacht hat, sind Mietwohnungen speziell für Ausländer teuerer geworden. Bei einer Umrechnung in Euro hat Wohnraum in Sydney im Jahresvergleich von 2009 zu 2010 um fast 30 Prozent zugelegt.

Amerika

Auf dem amerikanischen Kontinent zahlt ein Mieter das meiste Geld für ein Dreizimmerappartment im venezolanischen Caracas (Platz 6. im weltweiten Ranking). Platz zwei belegt die kolumbianische Hauptstadt Bogota (8.). Hier wählen Ausländer bevorzugt sichere Gegenden, das kostet. Es folgen San Francisco (9.) und New York (17.).

Naher Osten

Auch wenn die Mietpreise in Abu Dhabi (7.) weiterhin fallen, sind sie nach wie vor die höchsten in der Region, gefolgt von Doha (16.) und Dubai (18.). Am günstigsten bewohnen Expats eine Mietwohnung in der omanischen Hauptstadt Maskat (81.).

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