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Weltweit sagen die Unternehmen nein zu vorschneller EU CRS-Deregulierung

Die Business Travel Coalition (BTC) rief die Europäische
Kommission auf, die Bedenken von 119 Reiseverbänden und
Führungskräften aus Europa und aus der ganzen Welt zu beachten, da
deren lebenswichtige Interessen durch den mögliche Verzicht auf die
wichtigsten Verbraucherschutzmechanismen in der Computer Reservation
Systems (CRS) Industrie in Europa direkt gefährdet sind. Zu den
Unterzeichnern des gemeinsamen Aufrufs der Branche an die Europäische
Kommission gehören Organisationen, wie die die Vereinten Nationen,
die International Airline Passengers Association, die Scottish
Passenger Agents‘ Association, die Adidas Gruppe, IKEA, Thales, NYS
Corporate Ltd., E.ON AG, Dow Europe, DuPont, NATS Ltd., Kimberly
Clark, Pfizer und Bristol-Myers Squibb. (Der gemeinsame Aufruf der
Industrie ist unter

http://businesstravelcoalition.com/advocacy/statements/117.html zu

finden.)

Kevin Mitchell, Chairman der BTC konstatiert: „Für die in den
Unternehmen verantwortlichen Reiseorganisatoren stellt die voreilige
Deregulierung der CRS-Industrie in Europa eine verhängnisvolle
Bedrohung dar. Die Verhinderung des Zugriffs auf die vollständigen
Flugpreisinformationen versetzt das organisierte Reisen
unnötigerweise in das Markt verzerrende Chaos der 1980-er Jahre vor
der Regulierung zurück. Der Zugriff auf die vollständigen
Flugpreisinformationen ist derart lebenswichtig für die
Verantwortlichen Reiseorganisatoren in Unternehmen, dass sie sich
Kontinent-, Branchen- und Kultur-übergreifend zusammengetan haben, um
gegenüber der Europäischen Kommission die universelle Gültigkeit der
Bedeutung des vollständigen und effizienten Zugriffs auf alle auf dem
Markt angebotenen Flugpreise zum Ausdruck zu bringen. Und, um die
Notwendigkeit zum Schutz dieses Zugangs durch klare Leitregeln so
lange zu sichern, wie sich die computergestützten
Reservierungssysteme (CRS) im Besitz der Fluggesellschaften
befinden.“



Nancy McKinley, Director für Consumer and Industry Affairs bei der
International Airline Passengers Association, stimmte dem zu und
stellte fest: „Unsere Mitglieder sind durch den CRS Code of Conduct
gut geschützt. Diese Passagiere der Luftfahrtgesellschaften arbeiten
nicht für Riesenunternehmen mit grossen Bestellkontingenten und
Spezialwissen bei der Beschaffung von Flügen. Sie sind Angestellte in
kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und verlassen sich als solche
auf unvoreingenommene Reisevermittler mit Zugriff auf alle
konkurrierenden Flugpreisangebote. Es gibt in der EU 23 Millionen
KMU, die für 75 Millionen Arbeitsplätze sorgen und 99 % aller
Unternehmen ausmachen; sie sorgen für die Hälfte aller
Geschäftsreisen. Die Europäische Kommission muss die Interessen
dieser Verbraucher weiter schützen!“



Kevin Thom, Managing Director der in Grossbritannien ansässigen QA
Business Travel Ltd, fügt hinzu: „Um das Imperativ der Beibehaltung
des Kerns der Verbraucherschutzmechanismen zu verstehen, braucht man
sich lediglich die Geschichte der vertikalen Integration von
Luftfahrtgesellschaften und der CRS anzuschauen, bevor der Code of
Conduct im Jahr 1989 Gesetz wurde. Die Luftfahrtgesellschaften
missbrauchten den CRS-Besitz ungestraft. Ein voreiliges ausser Kraft
setzen der Inhaltsregeln vereitelt die Fähigkeit der
Reisebüromitarbeiter und Reiseverantwortlichen in Unternehmen
gleichermassen, wertvolle Reiseinformationen festzustellen und gibt
den grossen Luftfahrtgesellschaften freie Hand, diese Informationen
aus den Computerreservierungssystemen, die nicht in ihrem Besitz
sind, zurückzuziehen. Solange Luftfahrtgesellschaften die
computergestützten Reservierungssysteme (CRS) in Europa besitzen,
sind Regeln notwendig.“

Laut BTC ist es unbedingt notwendig, nicht auf das zu verzichten,
was die Geschichte deutlich gezeigt hat. Vertikale Integration
zwischen Luftfahrtgesellschaften und computergestützten
Reservierungssystemen (CRS) führt unweigerlich zur Verdopplung der
Dominanz der Luftfahrtgesellschaften und der Vertriebskanäle – ein
Phänomen, das sowohl Verbrauchern, die der Inhalte beraubt werden,
als auch der Innovation und der Auswahl schadet. CRS-Regeln brechen
die Negativwirkung vertikaler Integration und haben nur geringe
Wirkung auf den Wettbewerb. Dies ist ein bewährter, anerkannter und
im Brattle Group Report, der im Übrigen von der Europäischen
Kommission selbst in Auftrag gegeben wurde, erwähnter Weg.

Mitchell von BTC stellt fest: „Heute ist Gelegenheit, diejenigen
CRS-Regeln über Bord zu werfen, die ihre Zweckmässigkeit überlebt
haben, und nur die wichtigsten Inhaltsregeln beizubehalten –
insbesondere die Regeln über die zwingende Teilnahme und gegen die
Auftragsbindung. Diejenigen von uns, die die Interessen der
Reiseverantwortlichen in Unternehmen vertreten, unterstützen diese
wichtigen ‚vollständigen Inhaltsregeln‘ leidenschaftlich und einheitlich. Wir fordern die Europäische Kommission auf, unsere
Sichtweise der Verbraucher sorgsam zu beachten und ihr höchste
Priorität zuzuordnen, da die Kommission über dieses wichtige
regulatorische Problem entscheidet.“

Die 1994 gegründete Business Travel Coalition hat sich zur Aufgabe
gesetzt, die langfristige Kostenstruktur von Geschäftsreisen zu
senken. Die BTC versucht, Transparenz in die Richtlinien und
Praktiken der Industrie und der Regierung zu bringen, sodass Kunden
die für sie strategisch wichtigen Probleme beeinflussen können. BTC
ist Gründungsmitglied der in Brüssel ansässigen Coalition For Fair Access To Reservations In Europe (C-FARE).

www.BusinessTravelCoalition.com





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