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Was Hotelgäste wirklich verlangen

Es ist an der Zeit, althergebrachte Hotelkonzepte zu überdenken: Müssen Hotelzimmer tatsächlich mehrere Telefonapparate bieten? Ist in jedem Hotelzimmer ein kleiner Tisch vonnöten? Immer mehr Gäste, insbesondere Geschäftsreisende, benötigen smarte Konzepte und technische Angebote, um zum Beispiel mit ihrem Laptop oder Tablet Computer vom bequemen Sessel aus oder auf dem Bett zu arbeiten. Über die Zukunft der Hotelzimmer denken die international renommierten Hoteldesigner Peter Joehnk und Corinna Kretschmar-Joehnk intensiv nach.

„Wirklich wichtig in Hotelzimmern sind ausreichend und leicht erreichbare Steckdosen, um z.B. ein Smartphone wieder aufzuladen oder den Laptop aufzuladen“, meint Peter Joehnk. Als Vielreisender erlebt man in zahlreichen Hotels nur schwer überwindbare Hindernisse, um auch nur eine freie Steckdose am Schreibtisch zu finden, oder ein Internetkabel anzuschließen. „Antikes Mobiliar ist schön anzusehen und haptisch oft wunderbar – aber im hektischen Geschäftsalltag eher hinderlich“, so Joehnk. So lassen sich zum Beispiel in einen Tisch mit schwerer Marmorplatte kaum die Internet Buchsen oder der TV/Laptop/Monitor-Anschluss integrieren. Allerdings ist die Steckdosenvariante unter dem Schreibtisch auch keine Lösung – zumal man bei der Suche nach einem freien Steckerplatz garantiert den Stromanschluss für den Fernseher zieht und damit der Fernseher als augenfreundlicher Monitor auch ausfällt.


„In eher engeren Zimmern in Businesshotels kann man auch auf Tische teilweise verzichten. Etliche Gäste arbeiten bevorzugt in der Lobby oder bequem auf dem Bett liegend“, meint Joehnk. Zimmer mit Tisch und ohne Tisch wären somit eine neue Zimmerkategorie, die sich in der Businesshotellerie als neuer Standard etablieren lässt.

„Funktionalität beeinflusst die Gestaltung von Hotels immer stärker“, berichtet Corinna Kretschmar-Joehnk. So steigen die Erwartungen der Gäste nach schnellen kabellosen Internetverbindungen in allen Hotelbereichen – auch in der Lobby, im Restaurant und dem Spa. Für allein reisende Geschäftsfrauen – eine stark wachsende Zielgruppe vieler Hotels – sind großzügige Ablageflächen für Koffer, Kleiderstangen in ausreichender Höhe (so dass das Abendkleid nicht unten aufsteht) und viel Platz für Kosmetikartikel im Badezimmer entscheidend. „Es ist immer wieder eine große Herausforderung, auf begrenztem Raum möglichst viel Komfort für den Gast bei steigenden Anforderungen in Sachen Sicherheit wie Brandschutz zu schaffen, die wir aber immer wieder annehmen und bewältigen“, so Frau Kretschmar-Joehnk. Hoteldesign misst sich zusehends nicht nur an Gestaltungstrends, sondern an einfacher Handhabung und Bewährung im Alltag – auch in Hinsicht auf die tägliche Zimmerreinigung, die zeitlich immer unter Druck stattfinden muss.





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