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Überfüllte Züge wegen verschärfter ICE-Kontrollen

Das Eisenbahn-Bundesamt hat Recherchen des WDR bestätigt, nach denen die Inspektions-Intervalle der ultramodernen ICE-3-Züge erneut verkürzt worden sind.



Nach der Entgleisung eines Zuges dieser Bauart im Kölner Bahnhof am 9. Juli dieses Jahres, hatte das Eisenbahn-Bundesamt die Intervalle zur Inspektion der Radsatzwellen von 300.000 Kilometer auf 60.000 beziehungsweise 120.000 Kilometer veranlasst. Wie der WDR exklusiv erfuhr, müssen die Radsatzwellen nun alle 30.000, bzw. 60.000 Kilometer kontrolliert werden. Das Eisenbahnbundesamt hatte die DB zunächst zu einer millimetergenauen Überprüfung der Radsatzwellen verpflichtet. Dazu sah sich die DB nach Aussage des Eisenbahn-Bundesamtes nicht in der Lage. Daraufhin habe man eine zweimillimetergenaue Prüfung angeordnet mit der gleichzeitigen Verfügung die Intervalle zu halbieren.



In Folge dessen kommt es zu Beeinträchtigungen auf bestimmten Strecken – vorwiegend zwischen Ruhrgebiet und München, da keine Doppel- sondern nur noch Einfachzüge eingesetzt werden können. Ein Sprecher der DB in Berlin bedauerte dem WDR gegenüber „Komforteinschränkungen“ für die Fahrgäste. In den Werkstätten würden alle verfügbaren Kräfte im Drei-Schichten-Betrieb arbeiten, um die Züge schnell wieder in Betrieb setzen zu können.

Quelle: WDR





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