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Trotz wirtschaftlicher Eintrübung ziehen Flug- und Hotelpreise in Deutschland 2009 an

Geschäftsreisende müssen auch im nächsten Jahr weltweit mehr bezahlen. Wegen des nachlassenden Wirtschaftswachstums ist allerdings vorerst Schluss mit massiven Preissteigerungen, wie aus dem Global Business Travel Forecast 2009 von American Express hervorgeht. Weltweit werden sich die Flugtarife um bis zu sieben Prozent verteuern, in Europa um bis zu neun Prozent. Die Tickets werden vor allem deshalb teurer, weil die Fluggesellschaften geringere Kapazitäten bereitstellen und Anbieter vom Markt verschwinden, was den Wettbewerb entschärft. In Deutschland folgen die Flugpreise dem europäischen Trend und erhöhen sich um bis zu neun Prozent. Hotelübernachtungen werden 2009 weltweit um bis zu sechs Prozent mehr kosten. Auch im europäischen Schnitt sowie in Deutschland werden die Zimmerpreise um bis zu 6,5 Prozent anziehen.

Nachdem die Preise für Geschäftsreisen im zweiten Quartal 2008 aufgrund der sinkenden Nachfrage auf Talfahrt gingen*, sagen die Experten für 2009 Preissteigerungen voraus. So werden in Europa die Durchschnittskosten für Inlandsreisen um 21 Euro auf 1.020 Euro steigen; dies entspricht einer Steigerung um zwei Prozent. Für internationale Reisen wird mit einem Anstieg um 140 Euro auf 3.082 Euro gerechnet, ein Plus von 4,8 Prozent.



Preistreibende Faktoren bei den Flugtickets sind sowohl die geringeren Kapazitäten der Fluglinien als auch die hohen Treibstoffpreise, Mindestaufenthaltsbedingungen und die weitere Konsolidierung in der Luftfahrtbranche. Viele Fluglinien setzen zudem bei der Preisbildung zunehmend auf Baukastensysteme. Für Serviceleistungen wie Gepäckaufgabe, Sitzplatzwahl sowie Verpflegung an Bord fallen zusätzliche Gebühren an. Diese können die Flugticketpreise um bis zu 15 Prozent erhöhen. Gebremst wird der Preisauftrieb durch die nachlassende Konjunktur, die sinkende Nachfrage sowie durch den verschärften Wettbewerb bei Langstreckenflügen.



In Deutschland steigen die Flugpreise 2009 etwas stärker als im europäischen Schnitt. Vor allem die Kosten für Langstreckenflüge zu den asiatischen Absatzmärkten, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, werden sich weiter erhöhen. Großbritannien ist durch seine enge Verbindung nach Übersee stärker von der Entwicklung der US-Wirtschaft betroffen als andere europäische Länder. Die Preisveränderungen für Flugtickets 2009 bewegen sich hier im Rahmen von minus zwei bis plus zwei Prozent – die niedrigsten Preissteigerungsraten im europäischen Vergleich. Erste Premium-Fluggesellschaften wie Maxjet, Silverjet und Eos haben bereits ihren Betrieb eingestellt. Der erwartete wirtschaftliche Abschwung kann zu weiteren Insolvenzen und Routenstreichungen führen.



Hohe Energiekosten und Kapazitätseinschränkungen bei Fluggesellschaften beeinflussen auch die Hotelbranche weltweit – hier ist mit Preissteigerungen von bis zu sechs Prozent zu rechnen. Besonders die Hoteliers in den Finanzzentren Frankfurt und London spüren die sinkende Nachfrage; viele Unternehmen haben ihre Reisebudgets bereits gekürzt. Die hohe Inflation im europäischen Raum belastet die Hotelbranche zusätzlich. Im kommenden Jahr wird sich voraussichtlich der Trend fortsetzen, dass Unternehmen häufiger Hotels im mittleren Preissegment buchen und ihre Reiserichtlinien verschärfen, um die Reisekosten zu senken.

www.americanexpress.de





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