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Transporter als privat genutzter Firmenwagen?

Der Reisekosten-Blog hat sich noch ein BFH-Urteil genauer angesehen, bevor es in die Sommerpause geht. Im Rahmen eines Urteils zur sog. Arbeitsecke hat der BFH am 22.06.2016 (X R 32/11) auch im Falle eines zweisitzigen Transporters mit geschlossenem Laderaum ohne Fenster entschieden, und zwar zu der Frage, ob die 1%-Regelung darauf angewandt werden kann oder nicht. Für welches Fahrzeug kann man also typischerweise von einer Zweckbestimmung zur privaten Nutzung ausgehen?

Hintergrund
Der Kläger unterhielt einen zweisitzigen Kastenwagen, dessen Fahrgastzelle durch eine Metallwand von der fensterlosen Ladefläche abgetrennt war, auf der er seine Werkzeuge unterbrachte. Das Finanzamt setzte eine Pkw-Nutzungsentnahme nach der 1%-Regelung (lt. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG in Höhe von ca. 2.700 EUR an. Dagegen klagte der Steuerpflichtige.

Laut Finanzgerichts sei die Anwendung der 1%-Regelung auf dieses Dienstfahrzeug nicht möglich, da es für eine Privatnutzung schon aufgrund fehlender ausreichender Sitzplätze für Privatfahrten mit der Familie nicht brauchbar gewesen sei. Außerdem sei es nicht plausibel, dass der Kläger regelmäßig die Ladefläche seines Transporters für private Besorgungen leer geräumt habe. Glaubhaft sei dagegen, dass private (Familien-)Fahrten ausschließlich mit dem weiteren, auf den Kläger privat zugelassenen Pkw durchgeführt wurden. Das beklagte Finanzamt teilte diese Auffassung dagegen nicht: Denn auch mit einem Zweisitzer (mit fensterloser Ladefläche) wären alltägliche Erledigungen wie Einkäufe oder Personentransporte möglich.
Zur Revisionsentscheidung

Der BFH schloss sich dem Finanzgericht an: Auch seiner Ansicht nach ist kein Vorteil aus einer Privatnutzung des Firmenwagens nach der 1%-Regel anzusetzen. Wenn ein Fahrzeug nicht zu einer Privatnutzung geeignet ist, kommt eine Versteuerung auch ohne Nachweis durch ein Fahrtenbuch nicht in Betracht. Das heißt: Die 1%-Regelung gilt nur für geeignete Fahrzeuge.
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