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Top-Manager gehen von Wirtschaftsflaute bis mindestens 2010 aus

Finanzverantwortliche von großen Unternehmen aus Amerika, Europa, Asien und Australien stellen sich angesichts der Wirtschaftskrise auf eine längere Durststrecke ein. 2008 standen die Zeichen noch auf Wachstum. Doch nur ein Jahr später erwarten fast 70 Prozent der 285 Befragten eine Erholung erst im Laufe des Jahres 2010. Mehr als zwei Drittel rechnen sogar mit einem leichten bis starken wirtschaftlichen Abschwung in ihrem Land innerhalb der nächsten zwölf Monate. 63 Prozent gaben an, dass die Investitionen in ihren Unternehmen 2009 geringer ausfallen werden. Während die Finanzmanager verschiedene Maßnahmen zur Kostensenkung umsetzen, bereiten sie sich gleichzeitig auf einen möglichen Aufschwung vor. Das sind die Ergebnisse des zum zweiten Mal erhobenen Global Business & Spending Monitor, einer weltweiten Umfrage von American Express und CFO Research Services.

Der wirtschaftliche Ausblick für die kommenden zwölf Monate ist bei den befragten Finanzverantwortlichen insgesamt pessimistisch. Ging im vergangenen Jahr weniger als ein Drittel der Befragten von einem wirtschaftlichen Abschwung in ihrem Land aus, so hat sich dieser Anteil mehr als verdoppelt (72 Prozent). Allerdings bestehen zwischen den Regionen deutliche Unterschiede: So erwarten mehr als 90 Prozent der Finanzmanager in Europa und in den USA einen Abschwung in ihrem Land; etwa die Hälfte (52 Prozent in Europa, 48 Prozent in den USA) rechnet mit einer starken Abwärtsentwicklung. Nur
43 Prozent in Europa und 35 Prozent in den USA sind der Ansicht, dass es mit der Wirtschaft bis Mitte 2010 wieder aufwärts geht. Im Vergleich dazu sind die Befragten aus der Region Asien/Australien, Kanada und Mexiko optimistischer: Fast 40 Prozent der Kanadier und 42 Prozent der befragten Experten aus Asien/Australien halten einen Aufschwung sogar noch dieses Jahr für möglich. Die Mexikaner sind am optimistischsten: 69 Prozent glauben an einen starken wirtschaftlichen Aufschwung noch in diesem Jahr.



Profitabilität durch Kostenkontrolle sichern

Die meisten Unternehmen haben ihren Personalbestand bereits der wirtschaftlichen Lage angepasst und gaben an, diesen bei Bedarf weiter zu reduzieren. Die Mehrheit der Befragten (56 Prozent) teilte mit, in den vergangenen sechs Monaten Arbeitsplätze abgebaut zu haben und etwa der gleiche Anteil plant dies auch für das kommende halbe Jahr. Bezüglich des Stellenabbaus in den vergangenen Monaten liegen die USA mit 71 Prozent der befragten Finanzverantwortlichen an der Spitze, gefolgt von Kanada (58 Prozent) und Europa (54 Prozent). Insgesamt haben nur 17 Prozent der Befragten ihr Personal in den vergangen sechs Monaten aufgestockt, und zwölf Prozent wollen im nächsten Halbjahr weitere Einstellungen vornehmen. Im Vergleich dazu gaben in der Umfrage aus 2008 nur 15 Prozent der Befragten an, möglicherweise in den kommenden zwölf Monaten Stellen streichen zu müssen; mehr als die Hälfte erwartete sogar eine Aufstockung.

Der Personalabbau ist aber nur eine der Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um Kosten zu sparen. Viele andere Schritte werden unternommen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Dabei ist die Frage nach Gehalt und Boni zu einem wichtigen Faktor geworden: Die Hälfte der Manager gab an, die Gehälter in diesem Jahr nicht zu erhöhen; 29 Prozent wollen sogar Kürzungen vornehmen. Davon machen allerdings vornehmlich Unternehmen in den USA Gebrauch, wo 74 Prozent der Befragten mitteilten, Gehälter und Boni einzufrieren. Insgesamt 24 Prozent der Finanzmanager gaben an, Arbeitszeiten zu verkürzen und 16 Prozent planen eine zeitlich beschränkte Schließung von Büros oder Anlagen.

Kosten für Geschäftsreisen im Fokus

Die Reduzierung von Geschäftsreisen betrachten viele Verantwortliche als eine gute Möglichkeit, um Kosten einzusparen. Insgesamt gaben 87 Prozent an, dass ihre Unternehmen in diesem Jahr weniger Geld für Dienstreisen ausgeben, wovon fast die Hälfte mindestens zehn Prozent weniger für Reisen aufwendet als im vergangenen Jahr. 2008 wollte noch die Hälfte der Befragten die gleiche Summe für Geschäftsreisen in den kommenden zwölf Monaten ausgeben; in diesem Jahr sind es gerade noch 15 Prozent. Dennoch verzichten Unternehmen nicht gänzlich auf Reisen, da der persönliche Kontakt mit einem bestehenden oder potenziellen Kunden als besonders wichtig für den Geschäftserfolg erachtet wird. So sagten 82 Prozent, dass in ihren Unternehmen genauso viel wie bisher oder sogar noch mehr gereist wird, wenn sich die Möglichkeit für ein neues Geschäft ergibt. Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, dass es hingegen weniger Reisen zu internen Meetings, Branchentreffen oder Weiterbildungen gibt.

Über die Studie


Für die von CFO Research Services im Auftrag von American Express entwickelte Studie wurden 285 Finanzverantwortliche von Unternehmen unterschiedlicher Branchen in den USA, Kanada, Mexiko, Europa, Asien und Australien nach ihren Investitionsvorhaben für die kommenden 12 Monate befragt. Die Umsätze der befragten Unternehmen bewegten sich zwischen 500 Millionen US-Dollar bis zu mehr als 20 Milliarden US-Dollar. Die Befragung fand im April 2009 statt.





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