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Studie zu den Auswirkungen einer steuerlichen Neuregelung für Dienstfahrzeuge

Im Januar 2010 wurden im Rahmen einer CATI-Erhebung 100 Entscheider für den Einkauf von Dienstfahrzeugen aus mittelständischen Unternehmen mit einer Umsatzgröße von 100 Mio. bis 500 Mio. Euro befragt.

Hintergrund der Erhebung ist die derzeitige Diskussion, die Fahrer von Dienstwagen zu entlasten, indem der Staat einen geringeren geldwerten Vorteil für die private Nutzung ansetzt und entsprechend weniger Steuern verlangt. Das Finanzamt soll demnach künftig nicht vom Listenpreis, sondern vom tatsächlich gezahlten Preis ausgehen.

Ergebnisse der Studie:

Die Mehrheit (80 Prozent) der befragten Manager würde es begrüßen, wenn diese Regelung dauerhaft gültig und nicht zeitlich begrenzt wäre. Diese Aussage tätigten 100 Prozent der freien Leasing-Unternehmen. Von den bankenabhängigen Unternehmen plädierten 20 Prozent für eine zeitliche Begrenzung von 12 Monaten.

Wie die Unternehmen erwarten insgesamt 60 Prozent der Leasing-Manager, dass Fahrzeuge durch diese neue Regelung mit einer gehobeneren Ausstattung geordert würden. Diese Aussage wurde überwiegend (60 Prozent) von Managern bankenabhängiger Leasing-Unternehmen getätigt. 33 Prozent gaben an, dass sie mit kürzeren Leasingfristen rechnen, wohingegen 47 Prozent der befragten Manager, die ausschließlich aus freien Leasingunternehmen stammen, mehr Neuverträge erwarten.

Lediglich 13 Prozent der befragten Manager denkt, dass es eine verstärkte Nachfrage nach umweltfreundlichen Antriebsarten geben wird. Favorisiert wurden hier der Hybridantrieb und LPG. Gegen diesen Trend sprachen sich 100 Prozent der bankenabhängigen und 75 Prozent der freien Leasing-Unternehmen aus.

Insgesamt gehen 40 Prozent der Leasing-Unternehmen davon aus, dass ihnen diese neue Regelung weniger als 3 Prozent Wachstum bringen würde. Diese Aussage wurde von 60 Prozent der bankenabhängigen Unternehmen getätigt, wogegen 40 Prozent von ihnen sich immerhin ein Wachstum zwischen 3 und 6 Prozent vorstellen kann. 33 Prozent der Befragten rechnen sogar mit einem Wachstum von über sechs Prozent, wobei hier der größte Anteil (75 Prozent) bei freien Leasing-Unternehmen lag.

Es wird deutlich, dass die Leasingbranche die Wachstumsperspektiven sehr heterogen sieht und sich in diesem Punkt uneinig ist. Die neue Regelung hätte zwar positive Auswirkungen auf das Firmenwagengeschäft, der erhoffte Wachstumsschub würde allerdings ausbleiben. Allenfalls wird in eine gehobene Ausstattung der Fahrzeuge investiert, wodurch die Automobil-Zuliefererindustrie gestützt würde. Auch alternative Antriebsarten würden nicht stärker nachgefragt als bisher, womit die Regelung keinen positiven Auswirkungen auf unsere Umwelt hätte.

Insgesamt werden die Auswirkungen auf das Leasinggeschäft mit Einschränkungen positiv beurteilt. Es wird erwartet, dass eine solche Neuregelung durchschnittlich mit 2,1% zum Wachstum der Unternehmen beitragen würde.

Die Struktur der befragten Manager stellt sich folgendermaßen dar:

– 12 Manager kommen aus einer GmbH, zwei aus einer AG und ein Manager aus einer GmbH & Co. KG.

– Sieben Unternehmen haben bis 5.000 aktuell laufende Leasingverträge (47%) und drei haben zwischen 5.001 bis 10.000 Verträge. Die beiden größten Unternehmen ziehen den Durchschnitt auf rd. 58.020 laufende Verträge hinauf.

– Fünf Unternehmen gehören einer Bank an, während vier keine Zugehörigkeit haben und sechs hierzu keine Angabe machten.

Quelle: LeaseTrend

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