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Studie zeigt: Ticketpreise der Billiganbieter und Economy Class Tarife nähern sich an

American Express Corporate Travel prognostiziert Fortsetzung dieses Trends

Wer billig fliegen will, muss genauer vergleichen als je zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Studie von American Express Corporate Travel, die auch die Ergebnisse des quartalsweise erscheinenden European Corporate Travel Index (ECTI) einbezieht. Sie zeigt, dass sich die durchschnittlichen Ticketpreise der Billiganbieter und die Economy Class Tickets der Linienfluggesellschaften schrittweise annähern. Für 2004 wird ein Anstieg des Preisniveaus der Billiganbieter vorausgesagt. Die Economy Class Tarife der Linienfluggesellschaften werden demgegenüber nach den Preissenkungen der letzten zwei Jahre stabil bleiben.

„Ob sich für Geschäftsreisende die Buchung bei einem Billiganbieter lohnt, hängt angesichts dieser Entwicklung mehr denn je davon ab, wie kurzfristig und flexibel der Tarif sein muss“, sagt Kaveh Atrak, General Manager Corporate Travel. Bei sehr kurzfristiger Buchung ergeben sich geringere Preisunterschiede oder sogar ein ähnliches Preisniveau wie bei Linienflügen.

Dieser Trend könnte sich vor dem Hintergrund der neuen EU-Gesetzgebung noch verstärken. Geplant ist eine Ausweitung der Entschädigungsansprüche von Reisenden, deren Flüge überbucht sind und die deshalb keinen Platz mehr bekommen. „Dies könnte den Druck auf die Billigfluggesellschaften erhöhen und zu weiteren Preissteigerungen führen“, so Atrak. Das Fazit der Studie: Wer als Geschäftsreisender günstige Flugangebote nutzen möchte, sollte die weitere Entwicklung bei den verschiedenen Tarifen fortlaufend verfolgen.

Bei Billigfluggesellschaften mit der richtigen Einkaufsstrategie sparen:
Einfluss des Buchungszeitpunktes auf die Ticketpreise (0 bis 14 Tage im Voraus)

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie stark die Ticketpreise bei Billigflügen davon abhängen, wann die Buchung erfolgt. Wird etwa erst am Tag vor dem Abflug gebucht statt eine Woche vorher, kann dasselbe Ticket um bis zu 180 Prozent teurer werden.

In Deutschland lohnt sich Frühbuchen bei Billiganbietern am meisten:
Einfluss des Buchungszeitpunktes auf die Ticketpreise (nur Hinflug)

Preisentwicklung bei Billigfliegern im Verlauf des Jahres 2003 (Quartal 1 bis Quartal 3; Buchung eine Woche im Voraus)

In Deutschland sind die Preise für Flüge mit den „No Frills“ im 3. Quartal 2003 im Vergleich zum Vorquartal spürbar gestiegen; dabei spielten auch saisonale Einflüsse eine Rolle. Die teuersten Reiseziele mit Billigfluggesellschaften sind Portugal und Spanien. Tickets nach Frankreich haben sich von durchschnittlich 101 Euro auf 206 Euro mehr als verdoppelt. Auch für Flüge nach Großbritannien oder in die Schweiz verteuerten sich die Preise insbesondere bei kurzfristigen Buchungen ebenfalls spürbar. Im europäischen Vergleich müssen Reisende aus Spanien, Belgien und Italien am tiefsten in die Tasche greifen, während die Schweden die vergleichsweise günstigsten Billigtarife nutzen können.

Linienfluggesellschaften kämpfen um die Geschäftsreisenden
Die traditionellen Fluggesellschaften haben während der zurückliegenden zwei Jahre mit Preissenkungen auf die wachsende Konkurrenz aus dem Billigsegment reagiert. Dieser Trend scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben. So sind die Preise für Economy Class Tickets im 4. Quartal 2003 im Vergleich zum 3. Quartal nur noch leicht um 2,9 Prozent gesunken. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Restricted Economy Class: Nachdem die Preise im 3. Quartal 2003 um 10,6 Prozent gestiegen waren, sanken sie im 4. Quartal ebenso deutlich wieder (minus 10 Prozent). Insgesamt stabil blieben die Preise im Quartalsvergleich auch in Premium Economy (minus 0,3 Prozent) und Economy Leisure Class (minus 2,3 Prozent). Im gleichen Zeitraum verteuerten sich die Business Class Tarife leicht um 0,2 Prozent.

Billigfluggesellschaften mit mehr Angeboten für Geschäftsreisende
Die Billigflieger antworten auf die wachsende Konkurrenz der Linienfluggesellschaften mit Angeboten, die auf Geschäftsreisende zugeschnitten sind. So wurden etwa zusätzliche Streckenverbindungen eingerichtet und Tarife geschaffen, die sich an den Bedürfnissen dieser anspruchsvolleren Gruppe von Reisenden orientieren.

„Es ist davon auszugehen, dass der Marktanteil der Billigfluggesellschaften auch in diesem Jahr steigen wird“, sagt Kaveh Atrak. Im Geschäftsreisesegment ist ihre Bedeutung seinen Worten zufolge aber gegenwärtig noch relativ niedrig; auch die Zuwächse fallen moderat aus. Im Gesamtmarkt, also unter Einbeziehung der touristischen Flüge, sieht das anders aus: Insgesamt teilten sich elf „No Frills“ im Jahr 2003 in Europa einen Anteil von 28,7 Prozent – im Jahr zuvor waren es lediglich 13,6 Prozent. „Es gibt weiteres Wachstumspotenzial“, so Atrak weiter. Ein aktueller Beleg dafür seien auch die drei Billigfluggesellschaften, die in diesem Jahr in Osteuropa neu an den Start gehen werden.





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