Business-Travel.de - die Seite für Geschäftsreisende, Manager und Führungskräfte

Studie: Prognosen zum Wirtschaftsaufschwung klaffen weltweit auseinander

Eine von Regus weltweit durchgeführte Studie unter 11.000 Unternehmensvertretern aus 13 Ländern zur wirtschaftlichen Lage kam zu sehr unterschiedlichen Länder-Ergebnissen. Während Indien bereits im März 2010 eine erste Erholung erwartet, rechnen die Spanier erst im Oktober damit und geben damit die negativste Einschätzung aller beteiligten Länder ab. In Deutschland zeichnet sich ein vorsichtiger Optimismus ab, der sich auch in den weltweiten durchschnittlichen Ergebnissen widerspiegelt: Hierzulande prognostizieren die meisten Unternehmer einen merklichen Aufschwung für August 2010.

Im Rahmen der erstmals durchgeführten internationalen Studie „Regus Business Tracker“ wurden die Teilnehmer von August bis September 2009 zur finanziellen Lage ihres Unternehmens sowie zu ihren Erwartungen bezüglich der individuellen bzw. nationalen wirtschaftlichen Lage befragt. Teilnehmende Länder waren neben Deutschland, Indien und Spanien auch die Niederlande, Belgien, Frankreich, Großbritannien, USA, Kanada, Mexiko, Südafrika, Australien und China.

Deutschland: Kleine Unternehmen optimistischer als große

Insgesamt gaben 73 Prozent der deutschen Unternehmen an, dass sie im nächsten Jahr mit einer Umsatzsteigerung rechnen. Dabei zeigten sich kleine Firmen in Deutschland (mit weniger als 50 Mitarbeitern) wesentlich optimistischer als große Unternehmen. 78 Prozent dieser Firmen erwarten 2010 eine Steigerung ihres Umsatzes, verglichen mit nur 67 Prozent der größeren Unternehmen. Dieses Ergebnis unterstreicht die Wichtigkeit von KMUs, die etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes aller Unternehmen in Deutschland generieren.

Zudem ließ die Studie weitere deutliche Unterschiede zwischen den Interessen von KMUs und größeren Unternehmen erkennen. Die Prioritäten großer Firmen liegen im Kosten- und Infrastrukturmanagement sowie in der Erhaltung der Arbeitsplätze. Im Gegensatz dazu wollen KMUs vor allem ihren Absatz und Kundenstamm aufrechterhalten. Hier steht also nicht im Vordergrund, Kosten zu sparen, sondern die Profitabilität langfristig zu sichern.

Gewinnsteigerungen sorgen für gute Prognosen

Die Prognosen der deutschen Firmen gehen mit einer Gewinnsteigerung in 2009 einher, die über dem internationalen Durchschnitt lag: 48 Prozent der deutschen Unternehmen konnten ihren Gewinn in den letzten zwölf Monaten steigern, verglichen mit 40 Prozent der Unternehmen weltweit. Ebenso konnten 52 Prozent der deutschen Firmen im letzten Jahr ihren Umsatz erhöhen (46 Prozent weltweit). Sogar unter den Unternehmen, die Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, rechnen 70 Prozent mit einer Steigerung des Umsatzes im Jahr 2010. Aufgrund dieser Angaben zeigt die Studie von Regus auch: Egal ob die Unternehmen ihren Gewinn oder Umsatz im letzten Jahr steigern konnten oder nicht, sie erwarten den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung zum gleichen Zeitpunkt. D.h., die Einschätzung der Gesamtwirtschaft wird nicht durch den individuellen Erfolg beeinflusst.

www.regus.de





Bisher keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben