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Studie bestätigt Wachstum bei geringerer Geschwindigkeit in Deutschland

Das weltweite Wirtschaftswachstum setzt sich kontinuierlich fort, aber eine vollständige Erholung wird erst im Dezember 2010 erwartet. So lautet das Ergebnis der neuesten Ausgabe des Regus Business Trackers, einer zweimal jährlich durchgeführten Erhebung zu makroökonomischen Fragestellungen. Die internationale Umfrage zu Wirtschaftindikatoren fand in über 75 Ländern statt. Das britische Marktforschungsinstitut Marketing UK befragte dort über 15.000 Geschäftsführer und Angestellte bezüglich der finanziellen Leistungsfähigkeit ihrer Unternehmen und ihrer Wachstumserwartungen.

Deutsche erwarten vollständige Erholung erst im Januar 2011

In der aktuellen Umfrage meldet zwar weltweit ein höherer Prozentsatz an Unternehmen steigende Einnahmen und Gewinnzuwächse als zu verzeichnende Rückgänge. Bei der Beantwortung der Frage “Wann erwarten Sie wirtschaftliche Erholung und starkes, zuverlässiges Wachstum in Ihrem Land?” korrigierten die Befragten ihre Erwartungen allerdings im Vergleich zum ersten Regus Business Tracker vom Herbst 2009 um fünf Monate von Juli auf Dezember 2010 nach hinten. In Deutschland weisen 17 % der Unternehmen in der Umfrage ein positives Wachstum aus. Im Vergleich zum ersten Regus Business Tracker haben sich die Erholungserwartungen hierzulande von August 2010 auf Januar 2011 verschoben.

Optimismus gepaart mit Zurückhaltung

Die weltweite Umfrage unterstreicht, dass die Geschäftswelt ihren Optimismus mit vorsichtiger Zurückhaltung formuliert. Die Studie ergab ein Nettowachstum: Die Anzahl der Firmen, die eine Steigerung ihrer Einnahmen melden, liegt um 17 % über denjenigen, die einen Rückgang verzeichnen. Die gleiche Tendenz zeichnet sich bei den Gewinnen ab: 11 % mehr Firmen berichten von Gewinnanstiegen als Firmen, die Abnahmen angaben. Trotzdem müssen die Unternehmen sich weltweit weiterhin auf Strategien zur Kostenoptimierung und größerer betrieblicher Flexibilität konzentrieren.

Unternehmensgröße entscheidet

Außerdem analysierte die Umfrage die Auswirkungen der Unternehmensgröße auf wirtschaftliche Erwartungen und Impulse. In Deutschland mussten 10 % mehr Großunternehmen Einnahmenrückgänge hinnehmen als im weltweiten Durchschnitt. Das hat zur Folge, dass die Anzahl der deutschen Großunternehmen, die Einnahmenzuwächse für das kommende Jahr erwarten, 2 % unter dem weltweiten Durchschnitt liegen. Hier erwarten 70 Prozent der Großunternehmen steigende Umsätze. Die Umfrage unterschied auch nach Branchen. So sind insbesondere deutsche Produktionsunternehmen von der Rezession betroffen. Hier erklärten 44 % (30 % weltweit), dass sie Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatten.

Unternehmen fordern lockerere Kreditvergabekriterien

Auf die Frage, welche Maßnahmen ihrer Meinung nach am besten dazu geeignet seien, die Erholung zu unterstützen, verfechten 55 % der deutschen Großunternehmen und 71 % der deutschen Kleinunternehmen (weltweit 46 %) den stärkeren Druck der Regierungen auf die Banken, damit diese ihre Kreditvergabekriterien lockern.

www.regus.de





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