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Studie belegt Unterschied zwischen den Ländern Europas bei der Wahrnehmung der Fürsorgepflicht in Unternehmen

International SOS hat nun neue Ergebnisse einer internationalen Benchmarking-Studie über den Umgang von Firmen mit ihren im Ausland eingesetzten Mitarbeitern veröffentlicht. Befragt wurden mehr als 600 global tätige Unternehmen, darunter rund 200 europäische. Nachdem die weltweiten Ergebnisse bereits im Sommer veröffentlicht wurden, beleuchtet die neue Publikation nun, wie gut die Unternehmen Europas hinsichtlich der Fürsorgepflicht gegenüber ihren international reisenden oder im Ausland lebenden Mitarbeitern aufgestellt sind. In Bezug auf das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter bei Auslandsreisen schnitten US-amerikanische und australische Unternehmen am besten ab. Europa liegt im weltweiten Vergleich an dritter Stelle, wobei Frankreich innerhalb Europas eine führende Stellung einnimmt. Deutschland hingegen bescheinigt die Studie Nachholbedarf.


Die Risiken, denen Beschäftigte europäischer Unternehmen auf beruflichen Auslandsreisen ausgesetzt sind, sind aber keinesfalls niedriger als für andere Nationalitäten. Im Gegenteil, europäische Unternehmen haben sogar eine größere Bandbreite an Mitarbeitern, die in Ländern oder Regionen mit hohem Risiko arbeiten oder dorthin reisen als Unternehmen aus dem Rest der Welt. Und hinsichtlich des Vorkommens von reisebedingten Infektionskrankheiten und Verkehrsunfällen im Ausland, lag die Wahrscheinlichkeit, als Mitarbeiter eines europäischen Unternehmens davon betroffen zu sein, in den letzten drei Jahren sogar höher als im weltweiten Vergleich.


Die Liste der Länder, die europäische Unternehmen als riskant für Geschäftsreisende oder Expats wahrnehmen, wird angeführt von Nigeria auf Platz 1, gefolgt von Pakistan auf Platz 2, Indien auf Platz 3, Mexiko auf Platz 4 und Russland auf Platz 5.


„Im 21. Jahrhundert sollte die Fürsorgepflicht gegenüber Mitarbeitern für jeden intelligenten Arbeitgeber ein selbstverständlicher Punkt auf der Nachhaltigkeits-Agenda sein. Pro-Aktive Fürsorge ist nicht nur aus moralischer Sicht unerlässlich sondern nachgewiesen auch wesentlich kostengünstiger als Krisen-Management im eingetretenen Ernstfall“, erklärt Kevin Duffey, Managing Director für Nord-Europa bei International SOS. Und er fügt hinzu: „Wir rufen Europas Führungskräfte dringend auf, diese Erkenntnisse nicht länger zu ignorieren, sondern als ultimativen Aufruf zum Handeln zu verstehen. Denn letztendlich sind die Mitarbeiter das wertvollste Kapital eines Unternehmens, und den Arbeitgebern obliegt die Aufgabe, auf überraschende Ereignisse vorbereitet zu sein.

Einen Unterschied im Risiko-Bewusstsein von Führungskräften belegt die Studie nicht nur im Länder-Vergleich sondern auch je nach Position im Unternehmen. Während es bei medizinischen Führungskräften stark ausgeprägt ist, sieht es unter den sonstigen leitenden Angestellten schlechter aus.


International SOS empfiehlt, das Thema Fürsorgepflicht auf allen Hierarchieebenen von Unternehmen als verantwortliche Aufgabe einzuführen. So erläutert die Autorin der Studie, Dr. Lisbeth Claus: „ Nicht nur europaweit sondern weltweit fehlt in Unternehmen ein integrierter, gemeinschaftlicher Ansatz für die Umsetzung der Fürsorgepflicht. Die Verantwortungsverteilung für Entscheidungen rund um das Thema Fürsorgepflicht wirkt sich vorrangig auf die Fähigkeit eines Unternehmens aus, Risiken und Bedrohungen pro-aktiv zu begegnen. Führungskräfte, die in den Bereichen Sicherheit, Risiko-Management, Reise und Medizin tätig sind, wissen das bereits, treffen aber häufig auf interne Widerstände, wenn es darum geht, die nötigen Mittel zur Umsetzung einer notwendigen Strategie zu erhalten. Unternehmen müssen über das Thema Sicherheit hinaus ihre Manpower in diesem Bereich verstärken und besser zusammenarbeiten um einen höheren Standard der Fürsorge zu erreichen.


Die Publikation „Fürsorgepflicht und Management von Reiserisiken – Benchmarking Studie Europa“ ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich. Bestellung über Info.Germany@internationalsos.com.





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