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Studie: Arbeitsstandort Deutschland ist unattraktiv für europäische Fachkräfte

71 Prozent der deutschen Fach- und
Führungskräfte können sich vorstellen im Ausland zu arbeiten. Dagegen
stellt der Arbeitsstandort Deutschland nur für 14 Prozent der
europäischen Fachkräfte eine Option dar. Dies ist ein Ergebnis des
„International Recruitment Manual“, der bislang umfangreichsten
Studie zum Thema Internationales Recruitment der europäische
Online-Stellenbörse StepStone und der Intelligence Group. Für diese
wurden 2.171 Unternehmen und 21.000 Fach- und Führungskräfte in neun
europäischen Ländern befragt.

Insgesamt können sich 62 Prozent der europäischen Fach- und
Führungskräfte vorstellen im Ausland zu arbeiten – 29 Prozent sogar
länger als fünf Jahre. Am flexibelsten zeigen sich britische
Fachkräfte. Von ihnen sind 88 Prozent an einem Job im Ausland
interessiert. Es folgen die Schweden (72 Prozent) und gleich darauf
die deutschen Fach- und Führungskräfte (71 Prozent). Mit 46 Prozent
streben die Dänen am wenigsten eine berufliche Auslandserfahrung an.

Gänzlich anders sieht die Antwort auf die Frage aus, wohin Europas
Fach- und Führungskräfte wollen: Auf der Pole Position steht hier
ebenfalls Großbritannien (35 Prozent), gefolgt von Frankreich (30
Prozent) und Spanien (29 Prozent). Deutschland liegt abgeschlagen auf
Rang 15. Besonders alarmierend sind die Ergebnisse für technische
Berufe, ein eigentlich traditionell deutsches Berufsfeld. Auch hier
nennen gerade einmal 14 Prozent der europäischen Ingenieure
Deutschland als Präferenz. Zum Vergleich: Frankreich ist für zwei
Drittel der europäischen Ingenieure ein anzustrebender
Arbeitsstandort.

„Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend für die Standortmarke
Deutschland. Der so genannte War for Talents ist schon lange kein
nationaler Wettbewerb mehr. Vielmehr konkurrieren deutsche
Unternehmen im Kampf um qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit
internationalen Wettbewerbern. Das gilt es zu verinnerlichen“, so
Sascha Theisen, Pressesprecher der StepStone Deutschland AG. „Zudem
besteht die Gefahr, dass sich der Fachkräftemangel in Deutschland
neben demographischen Gründen und unzureichenden politischen
Rahmenbedingungen auch durch eine mögliche Abwanderung von
qualifiziertem Personal verschärft.“





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