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Scharfe Kritik an höheren Kosten für Lufthansa-Kunden

16 Euro mehr pro Flugbuchung online oder über Reisebüros: Das verzerrt den Wettbewerb und verteuert die Tickets! Die Einführung eines GDS-Entgelts der Lufthansa Group stößt beim Reisevertrieb – sowohl stationär als auch online – auf scharfe Kritik.

„Das ist ein beispielloser Alleingang. Dieser Schritt geht in die falsche Richtung sowohl für Kunden als auch die Reisebranche“. So bewertet der Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV), Norbert Fiebig, die heute vorgestellten Pläne der Fluggesellschaft, nach denen für Flugticketbuchungen, die über die sogenannten Globalen Reservierungssysteme (GDS) vorgenommen werden, künftig 16 Euro pro Flugschein fällig werden. Und zwar unabhängig davon, ob die Tickets im stationären Reisebüro oder auf Online-Portalen gebucht werden. Das ist eine Verzerrung des Wettbewerbs zu Lasten des Fremdvertriebs, kritisiert der DRV diesen drastischen und überraschenden Frontalangriff auf das Geschäft des Reisevertriebs.

Aus Sicht des führenden Branchenverbandes der Touristik bestraft die Airline den Kunden und Reisevertrieb gleichermaßen. Einerseits ist es zum Nachteil der Kunden, denn dieser Schritt verteuert die Tickets und verhindert den Preisvergleich für den Reisenden. Eine Transparenz für den Kunden wird somit eingeschränkt. Auf der anderen Seite wird der Aufwand auf Seiten der Geschäftsreisebüros besonders für Buchungen, Umbuchungen und Abrechnungsprozesse für Firmenkunden massiv steigen.

Der ab September zur Verfügung stehende Buchungskanal LHGroup-agent.com, für den kein GDS-Entgelt anfällt, ist zudem keine Alternative zu den heutigen Buchungs- und Abwicklungssystemen. „Es ist ein Rückschritt in Buchungs- und Abrechnungsverfahren wie vor 30 Jahren“, so der DRV-Präsident. Denn hier fehlen essentielle Funktionalitäten. Deutliche Kritik übt der Reisevertrieb auch an der zu kurzen Zeitspanne bis zu der Einführung: Bereits vom 1. September 2015 an soll das neue Entgelt berechnet werden. „Das hat nichts mit partnerschaftlichem Umgang zu tun“, bemängelt DRV-Präsident Fiebig.





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