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Ryanair-Chef sieht kaum Chancen für Billigflüge in die USA

Ryanair-Chef Michael O’Leary sieht kaum Chancen
für Billigflieger, mit Flügen in die USA Geld zu verdienen. Ryanair
werde deshalb niemals Flüge nach New York anbieten, sagte
Billigflug-Pionier O’Leary im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin
Euro (Juli-Ausgabe, erscheint am 14. Juni). Es gebe immer noch
viele Passagiere, die bereit seien, auf der Langstrecke hohe Preise
für Business- und First-Class-Tickets zu zahlen. „Deswegen machen die
großen Airlines auf diesen Routen so viel Geld, dass sie es sich
sogar leisten könnten, die Economy-Tickets umsonst abzugeben“, so
O’Leary. Eine Billigairline mit reiner Economy-Bestuhlung könne da
nur schwer konkurrieren. Der Chef des Kölner Flughafens, Michael
Garvens, hat kürzlich gesagt, er stehe mit mehreren Airlines in
Verhandlungen über Billigflüge in die USA. Auch die Charterairline
Condor bietet seit kurzem Langstreckenflüge ab 99 Euro an.

Das Billigflug-Konzept auf die Langstrecke zu übertragen, sei
grundsätzlich schwieriger als viele denken, warnt dagegen der
Ryanair-Chef. „Es gibt auf der Langstrecke nicht so viele
Möglichkeiten, Kosten zu sparen, wie auf der Kurzstrecke“, sagte
O’Leary gegenüber EURuro. Ryanair spare am meisten dadurch, dass sie
sich auf einen Flugzeugtyp, die Boeing 737, konzentriere. Und die
schaffe die Strecke in die USA nun mal nicht. „Deswegen werden wir
uns mindestens in den nächsten fünf Jahren ganz auf die Expansion
innerhalb der EU konzentrieren“, erklärte der Ryanair-Chef.





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