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Rennen um den Luftweg nach China

Flugtickets in das Reich der Mitte kosten bald weniger als 500 Euro.

Die Pläne des chinesischen Fremdenverkehrsamts sind ehrgeizig. 2020 sollen jährlich 210 Mio. Touristen das Reich der Mitte besuchen. 47 Mrd. Euro sollen die Fremden im Land lassen. Dann wird der Tourismus acht bis elf Prozent des BIP Chinas ausmachen. Besonders stark sind die Konkurrenzkämpfe internationaler Fluggesellschaften auf dem Weg nach China. Diese Tendenz konnte man auf der ITB-Berlin feststellen.

Mit den angepeilen Touristenzahlen wäre das drittgrößte Land der Welt das meistbesuchte Fremdenverkehrsziel der Welt. Nach den Dämpfern von SARS und der Vogelgrippe ist das Interesse der europäischen Anbieter weiter stark gestiegen, denn nun bieten viele große Veranstalter wie etwa Thomas Cook Reisen erstmals China an. Neben den Pauschal-Reiseangeboten sind auch Flusskreuzfahrten im Programm. Für Individualreisende hingegen bleibt China immer noch ein schwieriges Terrain, denn das Übernachten in Privathaushalten ist nach wie vor per Gesetz verboten.

Ebenso wie das große Interesse der Veranstalter ist auch der Run der Fluggesellschaften immens groß. Fast alle europäischen Airlines haben ihre Flüge in das Reich der Mitte ab dem Sommerflugplan 2004 aufgestockt. „Das Land ist einer der wichtigsten Zukunftsmärkte für die Wirtschaft und darüber hinaus ein attraktives touristisches Ziel“, meint etwa Thierry Antinori, Lufthansa-Passage-Vorstand. Im Kampf um den Luftweg nach China sind aber nicht nur europäische Fluggesellschaften beteiligt, sondern auch asiatische wie beispielsweise Singapore Airlines. Bemerkbar macht sich das große Angebot auch im Preiskampf. Im Mai und Juni werden Hin- und Rückflüge schon unter 500 Euro angeboten.

Zu den bevorzugten Reisezielen in China zählen neben den Metropolen Hongkong, Schangahi und Peking in der Zwischenzeit auch die Seidenstraße und die autonome Region Tibet. Nicht zuletzt ist das Land auch wegen seiner Größe von rund zehn Mio. Quadratkilometern das ganze Jahr über zu bereisen. So bewirbt neuerdings Hongkong auch seine Reize als „grüne Küste mit Bademöglichkeiten“. Damit sollen Reisende dazu animiert werden, länger in der Metropole zu bleiben.

Doch sind es nicht nur Europäer, die das Land entdeckt haben, sondern auch umgekehrt: Privaten Reisenden aus China ist es aufgrund von erleichterten Einreisebedingungen in die EU nun leichter möglich, sich nach Europa zu begeben. Bereits heute gibt es Schätzungen, dass von den 1,3 Mrd. Chinesen rund 70 Prozent in der Lage sind, sich Auslandsreisen zu leisten.





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